86 Presse

Pressemitteilungen OSTRALE - Zentrum für zeitgenössische Kunst

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01.10.2017

Presseinformation Nr. 9/2017 (1.10.2017)

Dresden / International: Zeitgenössische Künste

Kontinuierlich steigende Besucherzahlen

OSTRALE Biennale 2017 schließt mit knapp 30.000 Besuchern

Dresden. Obwohl ganze 21 Tage kürzer als im Vorjahr, ging die OSTRALE Biennale heute mit knapp 30.000 Besuchern (2015: ca. 20.000, 2016: ca. 25.000) zu Ende. Die Veranstalter hoffen, die nächste OSTRALE Biennale im Jahr 2019 wieder in Dresden durchführen zu können und bereiten das bereits vor. Zusätzlich organisieren sie im Auftrag der Stadt Valletta/Malta die dortigen Präsentationen zeitgenössischer Kunst im Europäischen Kulturhauptstadtjahr 2018.

OSTRALE Zentrum für zeitgenössische Künste
OSTRALE / Büro, Messering 20, 01067 Dresden, Tel +49 351 653 37 63, post@ostrale.de, www.ostrale.de, OSTRALE: / Ausstellung: Zur Messe 9, D-01067 Dresden, Förderverein: www.ostrale-freunde.de

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28.09.2017

Ankündigung / Presseinformation Nr. 8/2017

Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste Dresden OSTRALE Biennale 2017 endet am Sonntag (1. Oktober) mit weiterem Besucherzuwachs

Dresden. Kunstinteressierte müssen sich sputen: Die diesjährige Großausstellung OSTRALE Biennale in Dresden geht am kommenden Sonntag, 1. Oktober, zu Ende. Bisdahin noch präsentieren sich zeitgenössische Newcomer im Dialog mit bereits etablierten Vertretern aller künstlerischen Genres. Zu sehen sind, diesmal unter demMotto re_form, dabei 1.118 künstlerische Positionen aus 25 Nationen. Obwohl ganze 21 Tage kürzer als im Vorjahr, wird die OSTRALE Biennale ihre Besucherzahl mit voraussichtlich etwa 29.000 Besuchern (Vorjahr ca. 25.000) erneut deutlich steigern können, wie die Veranstalter mitteilen. Auch nutzten wieder zahlreicheSchulen die OSTRALE Biennale, um ihren Schülerinnen und Schülern zeitgenössische Kunst nahezubringen. Mit dem Ende der diesjährigen Ausstellung am kommenden Sonntagabend verbinden sich dennoch einige dringender werdende existenzielle Fragen, die auch das Aus der OSTRALE Biennale bedeuten könnten, während die Landeshauptstadt Dresden die Bewerbung als Kulturhauptstadt Europas 2025 vorbereitet. So ist vor allem die Finanzierung der Großausstellung bei weitem nicht gesichert. Die Veranstalter hoffen, die nächste OSTRALE Biennale im Jahr 2019 wieder in
Dresden durchführen zu können und bereiten das bereits vor. Zusätzlich organisieren sie im Auftrag der Stadt Valletta/Malta die dortigen Präsentationen zeitgenössischer Kunstim Europäischen Kulturhauptstadtjahr 2018.

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29.08.2017

Presseinformation Nr. 6

Dresden / International: Zeitgenössische Künste

Halbzeitbilanz

OSTRALE erneut auf Rekordkurs

Bilanz / Ausblick / Veranstaltungen im September

Dresden. Die Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE, die erst im Vorjahr Besucherrekord feierte, ist erneut auf Rekordkurs. Begleitet von einer weiter gestiegenen internationalen Aufmerksamkeit zeichnen sich nach der ersten Hälfte der diesjährigen Ausstellungszeit nochmals steigende Besucherzahlen ab. Am Montagabend hatten bereits ca. 13.000 Gäste (davon ca. 4.000 Schüler) die diesjährige Biennale gesehen, mehr, als in der ersten Hälfte im letzten Jahr. Im Vorjahr hatte die OSTRALE insgesamt ca. 25.000 Besucher begrüßen können (2015: ca. 20.000). Die Ausstellung ist in diesem Jahr nur noch bis zum 1. Oktober geöffnet. Ob die OSTRALE Biennale weiterhin stattfinden kann und ob 2019 geeignete Räumlichkeiten dafür zur Verfügung stehen, ist trotz leicht gestiegener Förderung durch die Landeshauptstadt Dresden noch immer unklar.

Die OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger freut sich: „Obwohl die Veranstaltung in diesem Jahr 21 Tage kürzer ist als im Vorjahr, konnten wir bis zur Halbzeit am Montagabend (28.8.) bereits ca. 13.000 Besucher zählen, mehr als die Hälfte der letztes Jahr insgesamt erreichten Besucherzahl.“ In diesem Jahr dauert die OSTRALE 66 Tage, im Vorjahr 2016 hatte sie an insgesamt 87 Tagen geöffnet.

„Besonders freut uns, dass der gestiegene Zuschauerzuspruch aus nah und fern mit zahlreichen Statements ebenso von privat kunstinteressierten Besuchern wie auch von solchen aus dem Kulturbereich verbunden ist, die die weiter gestiegene Qualität der Ausstellung loben“, so Andrea Hilger. Auch von den zahlreichen Kunstlehrerinnen und -lehrern aus ganz Sachsen und darüber hinaus, die die Biennale im Rahmen des Unterrichtes mit ihren Schulklassen besuchen, wird der OSTRALE eine erneut gestiegene Qualität der Ausstellung bestätigt. Dipl.-Päd. Katrin Velebil, Lehrerin an der Oberschule der Stadt Leipzig in der Georg-Schwarz-Straße: „Ich war wieder begeistert. Es ist eine außergewöhnliche Präsentation von Kunst in ihrer Vielfalt. Dieses Jahr widmet sich ein Großteil der Ausstellung den uns alle beschäftigenden Themen Krieg, Flucht, Tod, Unterdrückung …. Das ist schon schwere Kost, zeigt aber auch eine große Reife der jungen Künstler.

Zukunft fraglich durch Unterfinanzierung

Die erreichten Erfolge der OSTRALE-Macher sind umso größer einzuschätzen, da die von einem kleinen Team von Idealisten organisierte, nicht institutionelle Kunstausstellung trotz einer leicht gestiegenen Förderung durch die Landeshauptstadt Dresden weiterhin deutlich unterfinanziert ist, was langfristige Planungen und damit eine Sicherung der Biennale unmöglich macht. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert die OSTRALE Biennale bislang gar nicht, auch vom Bund gibt es keine Zuschüsse.

Ausweichquartier noch nicht bekannt

Neben der Finanzierung ist auch die Frage nach einem Ausweichquartier für die nächste OSTRALE Biennale 2019 in Dresden weiterhin ungeklärt, was angesichts der für eine Ausstellung dieser Qualitäts- und Größenordnung nötigen Planungszeiten zusätzliche Probleme schafft, wie die Veranstalter mitteilen.

„Die Zukunft der OSTRALE ist damit trotz enormer Aufwendungen von Förderern aus der privaten Wirtschaft leider weiterhin ungewiss.“, so Dr. Bernd Kugelberg, Schneider + Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft und Sprecher der OSTRALE.freunde.

Auszug aus dem Veranstaltungsprogramm

Täglich:

Die OSTRALE vermittelt Kunst auf spielerische Weise, lässt sich auch als „Kunst-Parcours der besonderen ART“ bezeichnen. Sie wird im Rahmen des Kunstunterrichtes auch in diesem Jahr wieder von mehreren Hundert Schulklassen besucht. Auch für die Kinder, die die OSTRALE mit ihren Eltern besuchen, gibt es täglich ein eigenes Angebot im „Kreativraum – Atelier der Dinge / Publikumswerkstatt“. Hier können die Kinder ihrer Fantasie selbst freien Lauf lassen und eigene Kunstwerke schaffen.

Jeden Freitag im September,

jeweils 18:00 Uhr:

Derevo Tanzperformance „Try walking in my shoes“ – Sprache des Körpers

Besonders für Taubstumme geeignet!

DEREVO präsentieren ihr Tanzstück „Try walking in my shoes“ am Tor 7 auf der OSTRALE Biennale. Durch die Sprache des Körpers werden die Sinne geschärft. Die Tänzerin Alena (DEREVO) erkundet außerdem mit täglichen Improvisationen das Gelände der Biennale.

Mehr zu Inhalt, Programm und Kooperationspartnern der OSTRALE finden Sie unter www.OSTRALE.de.

Jeden Samstag und Sonntag, 15.00 Uhr

Führungen durch die Ausstellung (5 Euro p.P.)

Sonntag, 03.09.,

Sonntag, 17.09.2017, jeweils 11:00 – 12:30 Uhr:

Kuratorenführung und Künstlergespräch OSTRALE Biennale

In einer angenommenen Zeitspanne von 1.000 Jahren, 500 Jahre vor und nach 2017 erwartet die Besucher eine „form"-bildende, literarisch begleitete Tour, eingeleitet von László F. Földényi: „Das Leben ist ein kurzer Lichtspalt zwischen zwei Ewigkeiten."

Neben der Vermittlung der Kunstwerke gehen die Kuratoren auf die Gesamtplanung und das kuratorische Konzept der diesjährigen Biennale ein. Begleitet werden sie dabei von ausgewählten Künstlern, die im Rahmen der Führung ihre Werke ausführlicher vorstellen.

Die Gruppen sind auf max. 20 Personen begrenzt.

Anmeldung unter post@ostrale.de zum Sonderpreis von 15 Euro, 10 Euro ermäßigt

Donnerstag, 07.09.,

Donnerstag, 21.09. 2017, jeweils 16:00 Uhr:

Für alle Sinne – Sehen im Dunkeln

Kunstvermittlung für Sehende und Sehbeeinträchtigte, Austausch und Horizonterweiterung durch gemeinsame Führungen für Sehbeeinträchtigte und Sehende.

Die 11. "OSTRALE internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste" bietet dieses Jahr allen Besuchern zum ersten Mal die Möglichkeit, die Biennale mit dem Audio Guide „AllSense“, einer App für iOS- und Androidgeräte, zu erkunden.

Der im App Store und bei Google Play erhältliche digitale Rundgang macht 25 Kunstwerke erlebbar und ermöglicht es Blinden, Sehenden und allen, die über das Visuelle hinaus ihre Wahrnehmung schärfen wollen, Kunst mit ihrem eigenen Smartphone zu ergründen. An der Kasse sind ebenfalls kostenlos mobile Geräte erhältlich.

Weitere Informationen zu AllSense finden Sie auf http://www.ostrale.de/ sowie in Play Store und App Store.

Samstag, 23./Sonntag, 24. September

Familienwochenende

OSTRALE für Farbkleckse und Altmeister -

Eintritt: 15 € Erwachsene / 10 € ermäßigt
Sonderpreis für Friedrichstädter und Sozialbenachteiligte 5 €

Am 23.09. & 24.09. veranstaltet die OSTRALE ein Familienwochenende. Bei den speziell für Kinder und Jugendliche gestalteten Führungen werden die Werke nicht nur durch Erklärungen nähergebracht. Die jungen Besucher werden auch eingeladen, die Werke in eigenen Zeichnungen zu interpretieren. Ein Rahmenprogramm in der Publikumswerkstatt gibt Ihnen außerdem die Möglichkeit neue Materialien auszuprobieren und eigene kreative Ideen zu verwirklichen.

Neben dem Familienprogramm werden gemeinsame Führungen für Sehende und Blinde angeboten, bei denen die Besucher mit der AllSense App durch die Ausstellung gehen und eine neue Art Kunst zu erfahren vermittelt bekommen.
Die Taschenlampenführung mit Dolmetschern für Gehörlose und Hörende ermöglicht es Besuchern ebenfalls, die Ausstellung aus einer neuen Perspektive zu erleben.

Öffnungszeiten

Montag geschlossen

Dienstag bis Donnerstag

10 Uhr – 19 Uhr

Freitag bis Sonntag

11 Uhr – 20 Uhr

1 Stunde vor Schließung ist Kassenschluss

Eintrittspreise

€ 15 Normalpreis / € 10 ermäßigt

€ 30 Familien Ticket / € 25 Familien Ticket, ermäßigt

€ 10 Gruppe, 10+ Personen, Normalpreis

€ 5 Führung pro Person

Bei Bezahlung mit der SparkassenCard ein Euro Rabatt.

Führungen

Samstag und Sonntag, 15 Uhr

Anfahrt

Öffentliche Verkehrsmittel: Linie 10 bis „Messe Dresden"

Auto: Dresden, Zur Messe 9, Parkplatz P2 (Messering 8)

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26.07.2017

Eröffnungs-Pressemitteilung
PM Nr. 4/2017 (26.7.2017)

Dresden / International: Zeitgenössische Künste

re_form – Biennale zeitgenössischer Künste Dresden

11. OSTRALE öffnet am Freitag (28.7.)

Dresden. Die „Internationale Ausstellung Zeitgenössischer Künste OSTRALE“ führt ihre Tradition einer kritisch-konstruktiven Sicht auf gesellschaftliche Entwicklungen in diesem Jahr unter dem Motto „re_form“ weiter. Zum 11. Mal vereint sie Arbeiten namhafter Vertreter sämtlicher künstlerischer Kategorien mit denen noch unbekannter Künstler. Vom 28.07. bis zum 01.10. 2017 präsentiert die OSTRALE - Biennale insgesamt 1.118 sorgfältig zusammengestellte Werke und Werkgruppen der Bildenden Kunst aus Sachsen und aller Welt von 164 Künstlern und Künstlergruppen in Dresden. Die OSTRALE, drittgrößte Kunstausstellung in Deutschland, findet erstmals als Biennale statt. Im nächsten Jahr wird das Team im Auftrag der Europäischen Kulturhauptstadt Valletta/Malta 2018 die dortigen Präsentationen zeitgenössischer Kunst organisieren.

Die OSTRALE ist keine Verkaufsausstellung, was ihr die Freiheit gibt, abseits des Marktgeschehens gesellschaftlich relevante Themen zu diskutieren. Sie wird seit ihrer Gründung von einer kleinen, nicht institutionellen Schar von Künstlern und Idealisten trotz eines vergleichbar geringen Budgets kontinuierlich weiterentwickelt, was nicht zuletzt der Vorjahres-Besucherrekord von ca. 25.000 Besuchern zeigt. Die starke Vernetzung und enge Kooperation mit internationalen Kuratorinnen, Kuratoren, Biennalen und Kulturinstitutionen war von Anfang an Teil des OSTRALE-Konzeptes, das auf eine möglichst vielfältige Zusammenstellung horizonterweiternder Eindrücke und internationale Beteiligung setzt. Ebenso besteht eine enge Zusammenarbeit mit mehreren Dresdner Institutionen, vor allem aber Sammlern und Galerien.

„re_form“: thematische Schwerpunkte der OSTRALE 2017

Schon immer steht die OSTRALE in ihrer Konzeption und in ihren künstlerischen Aussagen für friedliches Miteinander, Akzeptanz des Fremden, Neugier auf das Unbekannte, respektvollen Umgang miteinander, religiöse Vielfalt und Internationalität. Diesem roten Faden folgend, stellten die Organisatoren die OSTRALE in diesem Jahr unter das Thema „re_form“.

WEITERE INFORMATIONEN ENTNEHMEN SIE BITTE DER AUSFÜHRLICHEN PRESSEMITTEILUNG IM DOWNLOAD-BEREICH.

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19.06.2017

Ankündigung / Presseinformation Nr. 3/2017, 13. Juni 2017

Dresden / International: Zeitgenössische Kunst

re_form – Biennale zeitgenössischer Kunst Dresden
Nur noch wenige Wochen bis zur OSTRALE

Am 28. Juli wird die OSTRALE wieder eröffnet, startet sie nach dem 10. Mal durch als Biennale. Der erste Künstler, Matthias Jackisch, arbeitet bereits vor Ort an seiner Installation. Für Ihre Planung geben wir einen kleinen Überblick.

OSTRALE in Dresden 2017: Stand der Dinge

Die OSTRALE Biennale findet in diesem Jahr unter dem Motto „re_form“ vom 28. Juli bis 1. Oktober statt, nochmals in den unsanierten Futterställen im Ostragehege. Dann wird sie in Dresden erst wieder 2019 stattfinden – sofern in der Kulturstadt ein geeigneter Ort gefunden werden kann. Daran wird hinter den Kulissen bereits intensiv gearbeitet. „Ebenso bauen wir gerade die lokale und internationale Vernetzung der OSTRALE und damit auch Dresdens weiter aus – besonders wichtig im Hinblick auf die Bewerbung Dresdens als Europäische Kulturhauptstadt 2025.“, so die Direktorin Andrea Hilger.

Aktuelle Aktivitäten auf dem Gelände Futterställe/Ostragehege
  • Ertüchtigung der Räumlichkeiten – läuft seit 1. Mai
  • Erster Künstler arbeitet bereits vor Ort Matthias Jackisch (Dresden) baut Installation im Tor 16,
  • Weitere Aufbauten folgen von Irene Pätzug und Valentin Hertweck (Deutschland), Mark Swysen (Belgien) ab 17. Juli, Sergii Radkevych (Ukraine) ab 20. Juli, Paolo Assenza (Italien), Diamante Faraldo (Italien), Serhii Hryhorian (Ukraine), Daniele Del Grande (Italien), Ula Lucinska/Michal Knychaus (Polen) ab 24. Juli
  • Kontakte zu Schulen / Kunstlehrern für kulturpädagogische Aktionen – laufend
  • Hängung und Aufstellung Kunstwerke – ab 1. Juli
  • Aufbau Fluchttreppen – ab Mitte Juli
  • Vorbereitung der Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Valletta / Malta, Europäische Kulturhauptstadt (vgl. PM 2 vom 3. Mai, Die Präsentationen zeitgenössischer Kunst lässt Valletta/Malta im Wesentlichen von der Dresdner OSTRALE organisieren.) – läuft
Themen
  • 500 Jahre nach 2017 (Zukunft - Földényi)
  • 500 Jahre vor 2017 (Religion – Artaud / Heine)
  • Kunstgeschichte (Heinrich Mann)
  • Identität (Kästner)
  • Krieg und Krise (Tolstoi)
  • Neue Staatsform NSK (Pessoa)
Länderschwerpunkte
  • Tschechische Republik / Polen
  • Asien / Latein Amerika
  • Ukraine
  • Mittelmeerraum


Interviews, Vor-Termine, Begehungen

Bitte melden Sie Ihre Wünsche für Einzeltermine, insbesondere für die zweite Julihälfte bis spätestens 10. Juni rechtzeitig bei uns an.

Pressekonferenz

Die Pressekonferenz findet voraussichtlich am 26. Juli um 12.00 Uhr in den Futterställen im Ostragehege statt.

Eröffnung am 28.7. um 18.00 in Messehalle 4

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03.05.2017

Pressemitteilung Nr. 2/2017, 3. Mai 2017

Dresden, Valletta/Malta / International: Zeitgenössische Kunst

Kunst für Europäische Kulturhauptstädte

Nach Pécs und Breslau vertraut auch die Europäische Kulturhauptstadt 2018 bei der zeitgenössischen Kunst auf Know-How aus Dresden

Die zeitgenössischen Kunstpräsentationen im Kulturhauptstadtjahr lässt Valletta/Malta im Wesentlichen von der Dresdner OSTRALE organisieren /OSTRALE führt Anschluss der zeitgenössischen Kunst aus Dresden und Sachsen an überregionale und internationale Diskurse weiter/weitere Stärkung der Bewerbung Dresdens als Europäische Kulturhauptstadt erhofft

Während die zeitgenössische Kunst in Teilen der Kulturhauptstadt Dresden oft einen schweren Stand hat, vertrauen Europäische Kulturhauptstädte längst auf das internationale Know-How aus Dresden. Mehr noch: An allen drei Orten, an denen in der Europäischen Kulturhauptstadt Valletta/Malta 2018 zeitgenössische Kunst gezeigt werden wird, soll das Team der OSTRALE Biennale die Präsentationen und Ausstellungen maßgeblich mitgestalten. Derzeit wird mit dem Umbau ehemaliger Lagerhallen jetzt sogar ein eigenes Museum dafür geschaffen. Eine erste Ausstellung im Vorfeld wurde am 18. April bereits eröffnet, weitere werden folgen. Die Kulturverantwortlichen in Valletta sprechen bereits vom Beginn einer langjährigen Partnerschaft weit über 2018 hinaus.

Die Direktorin der OSTRALE Biennale Andrea Hilger war gerade in Valletta, um die von ihr kuratierte vierwöchige Ausstellung „Mediatrixism“ von Anne und Martin Müller (Dresden) im Rahmen des VIVA-Festivals zu eröffnen und die Pläne für 2018 weiter zu konkretisieren.

Für das Kulturhauptstadtjahr werden vom OSTRALE-Team derzeit schwerpunktmäßig künstlerische Positionen ausgewählt, die 2016 und 2017 auch auf der OSTRALE selbst gezeigt wurden, ergänzt durch zusätzliche Arbeiten aus Dresden und Sachsen.

Auch in den ehemaligen Europäischen Kulturhauptstädten Pécs (Ungarn, 2010) und Breslau (Polen, 2016) war die OSTRALE bereits mit umfangreichen Präsentationen zeitgenössischer Kunst präsent gewesen. So hatte die OSTRALE 65 künstlerische Positionen aus Dresden und Sachsen in Breslau gezeigt. In den letzten Jahren hatte es insgesamt vierzehn Auslandsprojekte der OSTRALE in neun Ländern gegeben.

Rupert Cefai, Präsident der Fondazzjoni Kreattività für das St James Cavalier, Valletta/Malta:

„Wir freuen uns, bei der Präsentation zeitgenössischer Kunst in Valletta als Europäische Kulturhauptstadt 2018 mit der OSTRALE zusammenarbeiten zu können. Mit unserer Partnerschaft wollen wir die gemeinsamen Stärken der weitreichenden kreativen Expertise und der internationalen Dimension ausbauen, indem wir Projekte von hoher künstlerischer Exzellenz präsentieren, die sowohl kunstinteressierte Menschen, als auch andere anregen. Damit wollen wir die Basis legen für den Ausbau unserer Partnerschaft und gegenseitigen Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.“

Andrea Hilger: „Valletta hat uns aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen mit zahlreichen Auslandsprojekten nicht nur mit offenen Armen empfangen, sondern uns gezielt angesprochen. Wir freuen uns, sowohl Positionen aus ganz Europa als auch Künstler aus Dresden und Sachsen weiter in überregionale und internationale Diskurse der Kunst tragen zu dürfen. Wir hoffen, mit dem weiteren Ausbau der internationalen Vernetzung auch die Bewerbung Dresdens als Europäische Kulturhauptstadt 2025 zu stärken.“

OSTRALE in Dresden 2017

In Dresden selbst findet die OSTRALE Biennale unter dem Motto „re_form“ dieses Jahr vom 28. Juli bis 1. Oktober statt, nochmals in den unsanierten Futterställen im Ostragehege. Dann wird sie in Dresden erst wieder 2019 stattfinden – sofern in der Kulturstadt ein geeigneter Ort gefunden werden kann.

BILDAUSWAHL ANBEI

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20.02.2017

Deutschland hat eine neue Kunstbiennale - in Dresden:

OSTRALE ab jetzt Biennale

„re_form“ nimmt Form an, 28.7.– 1.10.2017, Dresden

Konzept – Auswahl der Kunstwerke – weitere Internationalisierung –Stärkung der Bewerbung Dresdens als Europäische Kulturhauptstadt

Deutschland hat eine neue Biennale für zeitgenössische Kunst. Die in Dresden stattfindende internationale Kunstausstellung OSTRALE, drittgrößte jährliche temporäre Kunstausstellung in Deutschland, soll künftig in Dresden alle zwei Jahre stattfinden. Damit will das Zentrum für zeitgenössische Kunst OSTRALE e.V. unter anderem die Qualität und Ausstrahlung der Ausstellung weiter erhöhen. Als internationale Kunstschau ist die mit zahlreichen Auslandsprojekten auch europaweit sehr aktive OSTRALE für Dresden von besonderer Bedeutung, nicht nur, weil die Stadt sich als Europäische Kulturhauptstadt 2025 bewirbt. Titel der diesjährigen OSTALE ist „re_form“.

Einladungsausstellung
Die neu gestaltete OSTRALE Biennale nimmt bereits Formen an. Der städtische Zuschuss wurde leicht erhöht, die Sanierung der im Verfall begriffenen Futterställe nach der diesjährigen Veranstaltung in Aussicht gestellt. Verhandlungen mit Partnern laufen, die Vernetzung in alle Richtungen wird vorangetrieben. Die Kuratoren (Mykola Dzhychka, Oliver Kratz, Detlef Schweiger und Holger Wendland) haben gemeinsam mit der künstlerischen Leiterin Andrea Hilger das inhaltliche Konzept erstellt, zufolge dessen die OSTRALE in diesem Jahr als Einladungsausstellung stattfindet. Erste Künstler und Objekte stehen bereits fest. Die Kuratoriumssitzung zur Auswahl der Kunstwerke findet am Donnerstag, 23. und Freitag, 24. Februar statt, danach werden alle Objekte positioniert.

re_form
Die Neukonzeption der erfolgreichen Ausstellung selbst liefert, so ist dem Konzept zu entnehmen, den Aufhänger für den diesjährigen Titel „re-form“. Auch das künstlerische Schaffen und die Kunst leben von Reformen – der verändernden Auseinandersetzung mit Vorangegangenem, von Hommagen, Referenzen, Zitaten und Aneignungen. Mit „re_form“ will die OSTRALE schließlich auch Fragen der Identität behandeln. Diese versteht sie, so das künstlerische Konzept, „als eines der zentralen Themen der Europäischen Kulturhauptstädte angesichts der Flüchtlings- und Migrationsbewegungen in Vergangenheit und Gegenwart, einer allgemeinen Hinwendung zum Nationalismus sowie dem Zerfall der Wertegemeinschaft Europa.“ OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger: „Die bei uns präsentierte zeitgenössische Kunst soll auch und gerade in Dresden Mediator zwischen Identitäten sein, die sich überschneiden, aber nicht immer verschmelzen.

Aktuell: Zeitgenössische Kunst – Chance für Dresden
Der Standort Dresden hatte zuletzt mit der Aufstellung der drei Omnibusse durch den Deutsch-Syrer Manaf Halbouni vor der Frauenkirche und die lautstarken Reaktionen einer Minderheit von Bürgern darauf auf vielbeachtete Weise das große Wirkungspotential zeitgenössischer Kunst erfahren. Andrea Hilger: „Kunst hat im Idealfall die Macht, Menschen zu verändern. Der wichtigste Moment ist wohl, wenn Menschen – auch im fortgeschrittenen Alter – zum ersten Mal die Augen geöffnet werden. Auch deshalb muss Dresden sich stärker der zeitgenössischen Kunst widmen, auch deshalb unterstützen wir unbedingt die Bewerbung Dresdens als Europäische Kulturhauptstadt. Wir haben bereits Kontakt zum Kulturhauptstadtbüro aufgenommen und einige Vorschläge eingebracht, können uns zum Beispiel vorstellen, die OSTRALE als Forum für ein Symposium zur Verfügung zu stellen.“
Nach der Präsentation von 65 künstlerischen Positionen aus Dresden in der Europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw im Vorjahr (allein dort 17.000 Besucher) wird die OSTRALE dann 2018 in der Europäischen Kulturhauptstadt Valletta/Malta präsent sein. In den letzten Jahren gab es bereits vierzehn Auslandsprojekte der OSTRALE in neun Ländern, diese fanden jedoch stets im selben Jahr statt, wie die OSTRALE selbst. „Beides, die OSTRALE hier in Dresden ebenso, wie die Gastspiele an anderen Standorten, wird durch die Konzentration auf jährlich ein Highlight weiter an Qualität und Bedeutung gewinnen. Ebenso gewinnen wir dadurch mehr Zeit, die Stadt weiter zu vernetzen – in Dresden und außerhalb.“, so Hilger.

Kuratoren:Nick Dzhycha, Oliver Kratz, Katharina Maderthaner, Melanie Richter, Detlef Schweiger, Holger Wendland


F.d.R.d.A.: Tobias Blaurock

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06.10.2016

Reformprozess und Fragezeichen: OSTRALE künftig als Biennale

Besucherrekord trotz Unterdeckung / künftiges Stattfinden angesichts zu geringer Fördergelder weiterhin ungewiss / bis auf weiteres nochmals Planung mit baufälligem Domizil Futterställe für 2017 / weiterhin nur Hoffnung auf schnelle Sanierung danach / OSTRALE in Dresden ab sofort als Biennale / auch künftig Präsentation zeitgenössischer sächsischer Kunst im Ausland

Die 10. OSTRALE ist am 25. September mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen. Zu den erstmals ca. 25.000 Besuchern der Schau in Dresden (Vorjahr: gut 20.000) kamen noch ca. 17.000 Besucher der Ausstellung Dresdner Künstler in Breslau hinzu, die ebenfalls vom OSTRALE e.V. organisiert worden war. Die OSTRALE ist die immerhin drittgrößte jährliche temporäre Kunstausstellung in Deutschland. Längst wird sie überregional als die OST-deutsche Kunstausstellung identifiziert und überregional gar nicht mit dem Dresdner OSTragehege identifiziert. Nach zehn Jahren erfolgreich in die Köpfe von Künstlern und Besuchern aus der ganzen Welt gelangt, kämpft die OSTRALE jedoch derzeit um das nackte Überleben. Dabei steht die internationale Kunstausstellung der in die negativen Schlagzeilen geratenen Kulturstadt Dresden – auch im Zuge der vorgesehenen Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt 2025 – durchaus gut zu Gesicht.

Besondere Eigenschaften und Stärken der OSTRALE liegen in ihrer Lage und Größe, in der beeindruckenden Internationalität der Ausstellung (so waren in diesem Jahr Positionen von Künstlern aus 42 Nationen in Dresden zu sehen) und in ihrer starken internationalen, vor allem europäischen Vernetzung, die in diesem Jahr unter anderem in ca. 20 Veranstaltungen und 10 Workshops Ausdruck fand.

FINANZIELLE SITUATION: NOCH IMMER KEINE TRAGFÄHIGE FÖRDERUNG
„Dennoch sind wir angesichts der äußerst knappen finanziellen Unterstützung leider seit Jahren permanent gezwungen, unsere Kreativität ständig für die Lösung existenzieller Probleme zu instrumentalisieren. Gern würden wir uns künftig wieder positiv und mit den nötigen Freiheiten dafür einsetzen können, in Dresden auch weiterhin eine weltweit geachtete Ausstellung zeitgenössischer Kunst in der Kulturstadt Dresden zu gestalten.“, so OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger.

Die finanzielle Situation der OSTRALE entspricht leider nicht dem inzwischen erarbeiteten guten Ruf, den die Ausstellung in Kunstkreisen genießt. Der Finanzierungsbedarf von aktuell ca. 225.000 Euro wird nur zu ca. einem Viertel von der Stadt Dresden durch einen zum großen Teil zweckgebundenen Zuschuss getragen. Trotz des maßgeblichen Engagements der privaten Wirtschaft, zu nennen sind zuvorderst die Hauptsponsoren Schneider + Partner Wirtschaftsprüfung Steuerberatung GmbH, die Ostsächsische Sparkasse Dresden, Heinrichsthaler Königliche Käsespezialitäten und die SAXOPRINT GmbH, reicht das bei weitem nicht aus. Die Existenz der OSTRALE ist daher bisher auch und vor allem dem zu großen Teilen ehrenamtlichen Einsatz ihrer Organisatoren zu verdanken. Nur so konnte sie sich in ihren ersten zehn Jahren trotz permanenter Unterdeckung kontinuierlich entwickeln. Doch auch die gerade zu Ende gegangene OSTRALE’O16 ist trotz größter Sparsamkeit und großen ehrenamtlichen Engagements finanziell noch nicht gedeckt.

„Wir wollen die OSTRALE auch künftig weiterentwickeln. Angesichts der ständigen Unterdeckung ist jedoch aus heutiger Sicht keine Fortführung, geschweige denn weitere Professionalisierung möglich. Wir können bis heute leider keine Ausstellungsvergütung an unsere Künstler zahlen, zumal wir auch selbst seit Jahren größtenteils unbezahlt an der OSTRALE als Aushängeschild der Landeshauptstadt Dresden arbeiten. Wir wissen – leider wie immer – heute nicht, ob die nächste OSTRALE überhaupt stattfinden kann.“, so der Vereinsvorstand um die Künstlerische Leiterin und OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger.

Auf die prekäre finanzielle Situation haben jetzt nochmals die OSTRALE.freunde, zumeist private Unterstützer der Ausstellung, in einem Schreiben die politischen Entscheider Dresdens in der Hoffnung auf eine Erhöhung der institutionellen Förderung hingewiesen. Danach sind mit der derzeitigen institutionellen Förderung in Höhe von 59.000 Euro die laufenden Kosten der OSTRALE keineswegs abgedeckt, die sich auf derzeit ca. 225.000 Euro belaufen – und in denen die Projektkosten noch gar nicht enthalten sind (Projektkosten zusätzlich 2016: 275.000 Euro, 2015: 325.000 Euro). Zu den Projektkosten gehören unter anderem auch die Material- und Technikkosten, Reisekosten der Künstler, Druck- und Werbekosten, Versicherungen, Honorarkosten für Aufbau, Transportkosten etc. pp.

„Wir bitten darum, zur Rettung und Weiterentwicklung der OSTRALE schon im Doppelhaushalt 2017/2018 eine deutlich höhere institutionelle Förderung zu beschließen, als bisher. Für eine finanzielle Deckung und Sicherung der OSTRALE als Grundlage einer weiteren Professionalisierung benötigen wir anstelle der 59.000 Euro eine deutlich höhere Summe zur Absicherung des personellen und betriebsbedingten Grundbedarfes.“, so Dr. Bernd Kugelberg, Schatzmeister der OSTRALE.freunde.

Setzt man die derzeitigen 59.000 Euro brutto (49.569 Euro netto) an städtischem Fördergeld für die OSTRALE in Relation zu ihrem 25.000 Besuchern, wird die OSTRALE trotz ihrer überregionalen Bedeutung nur mit dem vergleichsweise geringen Beitrag von 2,36 Euro brutto (1,98 Euro netto) pro Besucher bezuschusst.

BAULICHE SITUATION
Mit einem Hilferuf hatte die OSTRALE auf die völlig unsichere räumliche Situation hingewiesen. In den letzten Jahren waren rings um die Futterställe einige Gebäude entweder an Dritte verkauft worden oder soweit verfallen, dass sie nicht mehr nutzbar sind. Auch dem denkmalgeschützten, unsanierten, aber bewährten Domizil der Kunstausstellung droht ein solches Schicksal. Mehr als 1.000 Zuschriften von Kunstfreunden haben die OSTRALE inzwischen erreicht, in denen auf die Bedeutung dieses speziellen Ortes für die Ausstellung und die Bedeutung der OSTRALE für Dresden hingewiesen wird.

„Es regnet in die Futterställe hinein, seit Jahren schon positionieren wir Kunstwerke um die Regenpfützen herum. Die vorliegende Baugenehmigung für die Ausstellung in den Futterställen endet am 31.12.2017 und ist eine Nutzungsgenehmigung unter Auflagenvorbehalt. Damit ist denkbar, dass die OSTRALE – unter Vorbehalten von Hochwasser und anderen Wettereinflüssen sowie der Anbringung von Fluchttreppen, der Durchführung weiterer gebäudeerhaltender Maßnahmen und eines erneuten statischen Gutachtens auf eigene Kosten noch einmal in den Futterställen stattfinden könnte. Wie wir das finanzieren sollen, wissen wir derzeit nicht.“ , so Detlef Schweiger, 2. Vorsitzender des OSTRALE e.V.

Im Ergebnis der Bemühungen um eine langfristige Sicherung des Domizils für die Ausstellung darf gehofft werden, dass die Futterställe von Seiten der Stadt anschließend renoviert werden, in diesem Fall werden sie jedoch nach heutigem Stand erst 2019 oder 2020 wieder bespielbar sein.

OSTRALE’O17 GEPLANT: 28. JULI – 1. OKTOBER 2017
Noch ist nichts unterschrieben, nach heutigem Stand planen die Organisatoren die OSTRALE’O17 für den Zeitraum 28. Juli - 1. Oktober 2017 letztmalig in den dann noch immer unsanierten denkmalgeschützten Futterställen im Dresdner Ostragehege. „Damit gehen wir wie jedes Jahr unter völlig ungesicherten Verhältnissen gezwungen optimistisch in Vorleistung – keine gute Grundlage für eine weitere Professionalisierung.“, so Detlef Schweiger, 2. Vorsitzender des OSTRALE e.V.

REFORMPROZESS OSTRALE: BIENNALE
Für die Ausstellung 2017 werden derzeit neue Kuratoren zusammengestellt, mit denen sich die OSTRALE noch weiter vernetzen will. So stehen der Künstler; Verleger und Ausstellungsorganisator Holger Wendland und sein ukrainischer Partner, der Künstler, Netzwerker und Ausstellungsorganisator Mykola Dzhychka, sowie der Selliner Galerist Knut Hartwig als erste neue Kuratoren bereits fest.

Der OSTRALE-Vorstand hat darüber hinaus die konzeptionelle Entscheidung getroffen, die OSTRALE schon ab 2017 in Dresden als Biennale stattfinden zu lassen. Ab 2018 soll die OSTRALE dann unter Nutzung ihrer internationalen Kontakte und ihres internationalen Renommees alle zwei Jahre zeitgenössische Sächsische Kunst im Ausland präsentieren.

„Haben wir bisher schon, meist parallel zur Dresdner Schau, zeitgenössische sächsische Kunst im Ausland präsentiert – seit 2010 in immerhin 12 europäischen Städten –, so wollen wir das auch weiterhin tun. Die Qualität der OSTRALE wie auch der Ausstellungen im Ausland wollen wir dabei aber weiterentwickeln, in dem wir unsere Kräfte künftig jährlich auf eines von Beidem fokussieren.“ , so Andrea Hilger.

In 2018 wird die OSTRALE voraussichtlich in der Europäischen Kulturhauptstadt La Valetta, Malta gastieren, wo sie als Partner mit sächsischen und israelischen Künstlern angefragt wurde, ebenso gibt es werden derzeit Kooperationen mit Partnern an den Standorten Manchester, Budapest, Tel Aviv und Prag besprochen.

„Für die Rettung der OSTRALE sind also seitens der Veranstalter die ersten Weichen gestellt. Bleibt zu hoffen, dass der Wert der Kunstausstellung für Dresden jetzt auch politisch neu eingeschätzt wird – und dass sich das in Form einer den Fortbestand und die Weiterentwicklung der OSTRALE sichernden Förderung schon im nächsten Jahr bemerkbar macht.“, so Detlef Schweiger.

BILDMATERIAL
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25.09.2016

Rekord! 10. OSTRALE schließt mit ca. 25.000 Besuchern

Weitere 17.000 sahen zeitgenössische Dresdner Kunst bei „OSTRALE weht ODER“ in Breslau – OSTRALE‘O17 vom 28.07. bis 01.10.2017

Die 10. internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE in Dresden geht am heutigen Sonntag (25. September, 20.00 Uhr) nach fast drei Monaten zu Ende. Die OSTRALE’O16 hat seit Anfang Juli etwa 25.000 Besucher angezogen und ihrem internationalen Publikum ca. 1.000 Werkpräsentationen von ca. 200 Künstlern aus 42 Nationen gezeigt. Sie ist (nach der NordArt und der abc Berlin) die drittgrößte jährlich stattfindende temporäre Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Deutschland. Unter dem Thema "error: X" hatte die OSTRALE‘O16 auf 20.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche erneut künstlerische Positionen vereint, die in individuellen subtilen bis offensiv-entlarvenden Ausdrucksweisen historische und aktuelle Verwerfungen des Weltgeschehens reflektieren. Eine große Rolle spielte auch die Frage nach der Identität von Menschen und neuen Räumen im Zusammenhang mit den Flüchtlings- und Migrationsbewegungen in Vergangenheit und Gegenwart. Die 11. OSTRALE soll vom 28.07.2017 bis zum 01.10.2017 stattfinden – wo, ist jedoch noch unklar. Denn der weitere Fortbestand der OSTRALE ist mit einigen Fragezeichen verbunden. Angesichts der Bewerbung Dresdens als Europäische Kulturhauptstadt hoffen die Organisatoren, dass sie mit ihrem Bemühen für den Erhalt des Veranstaltungsortes und der OSTRALE selbst Erfolg haben werden. Über den aktuellen Stand der Dinge und über die Zukunft der OSTRALE wollen die Veranstalter in Kürze im Rahmen einer Pressekonferenz Auskunft geben.

OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger: „Die diesjährige Jubiläums-OSTRALE war nicht nur künstlerisch und von den Besucherzahlen in Dresden und der Partnerstadt Wroclaw her ein Erfolg. Die OSTRALE verleiht zudem der Wahrnehmung Dresdens eine gerade in diesen Jahren wichtige, weil weltoffenere und modernere Facette. Wir haben viele begeisterte und ermutigende Signale von Künstlern und Kunstinteressierten erhalten und hoffen, unsere erfolgreiche internationale Kunstschau im nächsten Jahr an gleicher Stelle fortführen zu können.“

Die OSTRALE’O16 war begleitet von einem umfangreichen Rahmenprogramm aus 20 Veranstaltungen und 10 Workshops. Besonders zu nennen ist beispielsweise die von 17.000 Gästen besuchte Ausstellung zeitgenössischer Arbeiten von 64 Künstlern und Künstlergruppen aus Dresden in Breslau. Der interkulturelle Austausch, seit jeher wichtiges Merkmal der OSTRALE, wurde darüber hinaus mit zahlreichen Projekten wie „Out of OSTRALE“, den „open Hub“ Kooperationen oder dem Artist-in-Residence-Programm realisiert. Auch das neue, zusammen mit dem ukrainischen Partner Kultura Medialna unter Förderung durch das Auswärtige Amt geschaffene OSTRALE-Projekt „CIVIC MEDIA LAB“ in Dnepropetrowsk (Ukraine) dient dem internationalen Dialog.

Die OSTRALE-Macher wollen sich schon bei der Vorbereitung der nächsten Ausstellung noch stärker mit kulturellen Institutionen in Dresden vernetzen, um gemeinsame Potentiale besser ausspielen zu können. Dafür sollen aktuelle Kooperationen, wie die mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden, in Anzahl und Tiefe ausgebaut werden.

Die OSTRALE konnte den Ausstellungsorganisator, Verleger und Künstler Holger Wendland dafür gewinnen, die kommende Ausstellung 2017 (28.07.-01.10.2017) mit zu kuratieren. Er sprach nach einem Besuch der diesjährigen Ausstellung von der 10. OSTRALE als einer besten und lobte vor allem die übersichtliche Struktur und den professionellen Ausstellungsbau, der gerade vor der Mittelknappheit der OSTRALE erstaunlicherweise an internationales Niveau in dieser Dimension heranreiche.

Die OSTRALE’O16 hatte Besucher aus ganz Deutschland und aus weiteren 25 Nationen, so unter anderem aus Belgien, China, Finnland, Frankreich, Indonesien, Italien, Kuba, Marokko, Niederlande, Österreich, Russland, Schweiz, Südafrika, der Ukraine und den USA. „Mit den Ausgaben der Besucher in der Region entsteht durch die OSTRALE auch ein positiver wirtschaftlicher Effekt, die den vergleichsweise geringen Betrag städtischer Förderung mehr als rechtfertigen dürfte.“, so Andrea Hilger. Etwa 220 Schulklassen mit ca. 5.500 Schülern haben ebenfalls die diesjährige OSTRALE besucht, die in vielen sächsischen Schulen inzwischen Eingang in den jährlichen Lehr- und Prüfungsplan gefunden hat.

Kuratoren der OSTRALE’O16 waren:

Tomasz Wendland / Polen, Direktor der 5. Mediationsbiennale „Fundamental“ Poznan, Kurator der Kooperation zwischen Dresden, Hannover, Poznan

Harro Schmidt / Deutschland, künstlerischer Leiter der Kunsthalle Faust Hannover, Kurator der Kooperation zwischen Dresden, Hannover, Poznan

Syowia Kyambi / Kenia, Kuratorin der Kooperation Nairobi, Dresden, Poznan

Risa Takita / Japan, Kuratorin der Kooperation Dresden, Poznan

Drorit Gur Arie / Israel, Kuratorin der Kooperation Dresden, Poznan und Direktor des Petach Tikva Museum Israel

Andrea Hilger / Deutschland, künstlerische Leiterin OSTRALE Dresden, Kuratorin der Kooperation zwischen Dresden, Hannover, Poznan, Nairobi

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22.09.2016

FINALE 10. OSTRALE

Das kommende Wochenende bietet in diesem Jahr die letzte Chance zum Besuch der OSTRALE’O16 – Ausstellung schließt am Sonntagabend.

Mit der Performance einer Klasse der HFBK Hochschule für Bildende Künste schließt am Wochenende die diesjährige drittgrößte jährliche und temporäre Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Deutschland, OSTRALE. Am kommenden Freitag, Samstag und Sonntag (23.-25. September) von 11 bis 20 Uhr sind auf 20.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche nochmal ca. 1.000 Werkpräsentationen von ca. 200 Künstlern aus 42 Nationen zu sehen. Damit schließt die OSTRALE bis zum nächsten Jahr.

OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger lädt ein: „Die diesjährige Ausstellung hat Besucher aus Nah und Fern begeistert und enorm positive Resonanz ausgelöst. Wer es bis jetzt noch nicht auf die Jubiläums-OSTRALE geschafft hat, muss sich sputen, denn das geht nur noch an diesem Wochenende. Wir sind gerüstet – aktuelle Kunst, Speis‘ und Trank sind bereit, wir freuen uns darauf, am Wochenende 10 Jahre OSTRALE zu feiern!“.

Am Freitag um 18.00 Uhr werden Schüler der Dresden International School unter Leitung ihrer Kunstlehrerin Angela Zimmermann eine Besucherführung durch die Ausstellung machen.

Die Abschluss-Performance der diesjährigen OSTRALE kommt von der Hochschule für Bildende Künste Dresden von Studierenden bei Prof. Marc Deggeller. Aus deren diesjährigem Semesterprojekt "Wahrheitsmaschine xxx" werden im Rahmen der OSTRALE drei Arbeiten ausgestellt. Die HFBK-Studentin Madlyn Sauer, die mit ihrer Arbeit „Даздравствуетнарод – VOLKSBUNKER -Es lebe das Volk / long live the people“ auf der OSTRALE vertreten ist, wird am Sonntag um 16.00 Uhr eine halbstündige Performance darbieten.

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16.09.2016

Dresden: Weltreligionen unter einem Dach

Sehenswerte aktuelle Bezüge in der 10. internationalen Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE noch bis 25. September zu erleben

Die 10. Ostrale zeigt auch dieses Jahr eine sehenswerte Auswahl künstlerischer Positionen zu aktuellen Geschehnissen. Damit bietet sie ganz eigene Ansätze zur Auseinandersetzung mit dem Weltgeschehen. Aktuell besonders interessant sind insofern auch jene Kunstwerke, die sich mit dem Glauben auseinandersetzen. Besonders intensiv wirkt die Kunst durch ihre durchdachte Platzierung im besonderen Ambiente der ehemaligen Futterställe des einstigen Erlwein’schen Schlachthofes. So werden zwei Videoinstallationen im räumlichen Zusammenhang gezeigt, die unter anderem das Aufeinandertreffen und das Miteinander zweier Weltreligionen auf teils durchaus absurde Weise thematisieren.

Nevet Yitzhak, Israel, geb. 1975, ist mit der Installation „WarCraft“ vertreten, die in drei synchronisierten, ineinander übergehenden Videoprojektionen traditionell gewebte afghanische Kriegsteppiche zeigt. Direkt nebenan sind die einander gegenüberstehenden Videoinstallationen „ABRAHAM ABRAHAM“ und „SARAH SARAH“ von Nira Pereg, ebenfalls Israel, geb. 1969, zu sehen. Darin wird der regelmäßig unter strenger Sicherheitskontrolle stattfindende Umbau einer antiken Begräbnisstätte zur abwechselnden Nutzung als Moschee und als Synagoge dokumentiert.

Beide Installationen sind im räumlichen Zusammenhang in den alten Gemäuern ehemaliger Futterställe zu erleben, eine eindrucksvolle Positionierung, die allein den Besuch der Ausstellung wert ist.

Näheres zu den Werken:

Nevet Yitzhak, *1975 / Israel: „WarCraft“ ,
Film / Video, Installation, 2014

Die in Nevet Yitzhaks Videoinstallation gezeigten afghanischen Kriegsteppiche sind ein faszinierendes und einzigartiges Phänomen: In traditioneller Teppich-Webtechnik werden historische und aktuelle internationale Konflikte dargestellt. Typische Motive sind die sowjetische Invasion in Afghanistan in den späten 1970er Jahren und die Jahrzehnte der Besatzung, Bürgerkriege und amerikanische Militärintervention. Kriegsteppiche, Antikriegsteppiche und Siegteppiche, spektakulär und erschreckend zugleich, wurden zu Sammlerstücken im Westen, zu Gegenständen der Forschung und zahlreichen Ausstellungen. Was als authentischer Ausdruck der sich verändernden Realität entstand, die Abbildung die Schrecken des Krieges und der Besatzung, von Migration und Entwurzelung, was zugleich Ausdruck des Widerstands ist und Mittel zum Überleben, dient heute oftmals als Souvenir.

Nira Pereg, *1969 / Israel: „ABRAHAM ABRAHAM“ und „SARAH SARAH“
Film / Video, Installation, 2012

„ABRAHAM ABRAHAM“ dokumentiert das einzigartige Ereignis des zeitweisen Besitzerwechsels einer antiken Begräbnisstätte, die ein heiliger Ort für Juden und Muslime zugleich ist. Die Höhle der Patriarchen, Gebetsstätte für beide Religionen, wurde nach dem Baruch Goldstein Massaker 1994 in zwei Teile geteilt, um Juden und Muslimen getrennten Zugang und gleichzeitige Nutzung zu ermöglichen. Aktuell werden parallel 80% der Fläche der Höhle als Moschee und 20% als Synagoge genutzt. An zwanzig Tagen im Jahr jedoch, zu hohen religiösen Anlässen und unter strenger Israelischer Militärkontrolle, wechselt die Höhle für einen Zeitraum von 24 Stunden den Besitzer, sodass jede Seite die Stätte allein nutzen kann. „ABRAHAM ABRAHAM“ folgt einem solchen „Tausch“ anlässlich eines muslimischen Feiertages im Juli 2012: Innerhalb weniger Stunden wird der jüdische Teil der Anlage von allen jüdischen Artefakten befreit, von der Armee einer Sicherheitskontrolle unterzogen und steht dann einige wenige Momente leer, bis die Muslime den Raum für die nächsten 24 Stunden als Moschee ausstatten. „SARAH SARAH“ dokumentiert einen solchen Tausch in die andere Richtung, anlässlich eines jüdischen Tages zu Ehren der Parshah im November 2012. Die beiden Videos sind einander gegenüber in 10 Metern Entfernung angeordnet und zwingen so den Betrachter, seinen Blick ständig von einer Seite zur anderen zu wenden.

„Die OSTRALE‘O16 vereint unter dem Motto ‚error: X‘ künstlerische Positionen aus aller Welt, die in individuellen, subtilen bis offensiv-entlarvenden Ausdrucksweisen historische und aktuelle Verwerfungen des Weltgeschehens reflektieren, ohne dabei auf augenzwinkernde und Hoffnung gebende Haltung zu verzichten.“, beschreibt die künstlerische Leiterin der Ostrale, Andrea Hilger.

Die Ostrale zeigt noch bis 25. September Werke von Künstlern aus 42 Nationen in Dresden. www.ostrale.de

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16.09.2016

Sachsen: Kunstunterricht mal anders
OSTRALE ist fester Teil des Lehrplanes vieler sächsischer Schulen

4.600 Schüler erleben aktuelle Kunst im Dresdner Ostragehege / diesjährige Abschluss-Performance mit HfBK Dresden

Die 10. Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE begeistert auch Schüler und Lehrer und bietet so eine lebendige Ergänzung des Schulunterrichtes. 225 Schulklassen aus ganz Sachsen haben in diesem Jahr bereits die OSTRALE besucht, die so teilweise in Lehr- und Prüfungspläne Eingang gefunden hat. Ebenso nutzen zahlreiche Firmen und Privatleute die Gelegenheit, zeitgenössische Kunst aus aller Welt in Dresden zu erleben. In mehr als 260 Führungen hat das OSTRALE-Team bisher spannende Einblicke in die Welt der aktuellen Kunst gegeben, Hintergründe erklärt und so vielen zu einem tieferen Kunstverständnis verholfen. Die Dresdner Dinglingerschule gestaltet am Dienstag (20.09.) sogar ein eigenes Angebot für die Besucher der OSTRALE.

Insgesamt haben etwa zwei Wochen vor ihrem Ende bereits ca. 20.000 Besucher die diesjährige OSTRALE gesehen, die noch bis zum 25. September aktuelle Kunst aus aller Welt zeigt. Dabei waren Schüler unter anderem aus Bautzen, Ebersbach, Flöha, Dippoldiswalde, Dohna, Hoyerswerda, Leipzig, Meißen, Plauen, Tharandt, Zittau und Zwickau. Das Dresdner Kreuzgymnasium etwa besucht die Ausstellung schon seit 2008 jährlich zum Schuljahresbeginn mit den ca. 120 Schülern der gesamten Oberstufe und knüpft im Unterricht und in Prüfungen an das Gesehene an. „Die Kunstbetrachtung vor Ort bietet uns und unseren Schülern reichen Stoff zur Diskussion künstlerischer Positionen, zum Kennenlernen regionaler, nationaler, internationaler und junger Kunst, die bereits in großen Häusern etabliert oder gerade nicht dort präsent ist. Die Ostrale lehrt geschickten kuratorischen Umgang mit den Ausstellungsorten, das künstlerische Aufgreifen brisanter aktueller Themen und deren Umsetzung in den verschiedensten traditionellen und neuen Medien. ... Unsere Schüler identifizieren sich oftmals mehr mit den Arbeiten der Ostrale-Künstler als mit den Kunstwerken in etablierten Häusern, da sie vielfach jünger, experimenteller, prozessualer und qualitativ different und deshalb so spannend sind.“, so Annette Röder und ihre Kolleginnen Carola Baier-Heinlein, Nicole Lützner und Saskia Winkel von der Fachschaft Kunst am Evangelischen Kreuzgymnasium Dresden.

Mit „Dank für diesen Unterricht ganz anderer Art und in der Hoffnung, dass es auch nächstes Jahr wieder eine Ostrale geben wird“ berichten beispielsweise die Kunstlehrer des Schiller-Gymnasiums Bautzen von ihrem Besuch auf der OSTRALE: „Alle Schüler waren begeistert. Wir als Lehrer können uns dem nur anschließen. Die beiden Ausstellungsführer haben sehr eindringlich und kompetent, mit viel Engagement die Schüler zu fesseln gewusst. Es wird uns im Nachhinein im Unterricht viel Freude bereiten, das Gesehene und Gehörte noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.“

Die Betreuung der Schulklassen ist unter anderem dadurch möglich, dass es großzügige Schulpaten gibt, die die OSTRALE darin unterstützen, den Schülern die Kunst nahezubringen. Einer von Ihnen ist der Dresdner Unternehmer Frank Wießner, Inhaber der Max Wiessner Baugeschäft GmbH. „Gern unterstütze ich die Ostrale darin, zeitgenössische Kunst in der Kulturstadt Dresden zu präsentieren. Die Auseinandersetzung mit aktuellen künstlerischen Positionen und die Beschäftigung mit Kunst aus aller Welt sind enorm wichtig für unsere Gesellschaft, deshalb fördere ich gerade auch den Besuch sächsischer Schulklassen.“

Förderschule gestaltet am 20.09. (11.30 Uhr) eigenes Angebot auf der OSTRALE
Im Rahmen der Projektförderung „Künste öffnen Welten“ findet am Mittwoch, 20. September das Kunstprojekt „Das ist UNSERE WELT“ mit den „Farbklecksen“ der Dresdner Dinglingerschule statt. Die Farbkleckse, nämlich die Schüler und Schülerinnen der Lernförderschule besuchen die aktuelle Ausstellung und gestalten im „Atelier der Dinge“ ihr eigenes Programmangebot: Die Besucher der OSTRALE können gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Frottagen von Alltagsgegenständen herstellen. Damit öffnet die OSTRALE den Schülern bisher unbekannte Welten für Kinder einer Förderschule, denen der Zugang zur Kunst, zu Künstlern, zu Galerien bisher weitgehend verschlossen blieb. weitere Informationen

Die internationale Kunstausstellung OSTRALE geht noch ca. zwei Wochen bis Sonntag, 25. September. An diesem Tag findet um 16.00 Uhr abschließend die Performance „Ei-Ei-Lynigusti der Starke“ mit der Künstlerin Madlyn Sauer statt. Die Abschluss-Performance der diesjährigen OSTRALE kommt aus den Reihen der Studierenden der Deggeller-Klasse der HfBK Dresden (Hochschule für Bildende Künste) mit deren Projekt "Wahrheitsmaschine XXX". Der Inhalt wird von der Klasse wie folgt beschreiben: „Madlyn Sauer schmeisst den Grill an, denn ein Leben ohne Thüringer Bratwurst ist möglich, aber sinnlos! Sinnstiftende Lebenslyni macht Ei-Ei mit heiligligsten Bratwürsten an Onkel Hitlers Stahlrost! #VOLKSEN!“.

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18.08.2016

Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange: OSTRALE ist Bereicherung für Dresdner Kulturleben, die künftig fortgesetzt werden sollte

Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 18. August 2016

Die Schirmherrin der diesjährigen OSTRALE, Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange, hat die Ausstellung während ihres heutigen Rundgangs als wichtige Bereicherung für das Dresdner Kulturleben im Bereich der zeitgenössischen bildenden Kunst bezeichnet: „Immer wieder rückt die OSTRALE die künstlerische Auseinandersetzung mit den Auswirkungen der Globalisierung und den humanistischen Werten unserer Gesellschaft ins Zentrum. Wichtigste Ausstellungsfläche ist bis heute das Messegelände in Dresden mit seiner besonderen, geschichtsträchtigen Aura. Auch in diesem Jahr bereichert die OSTRALE die Stadt Dresden mit einer vielversprechenden Ausstellung internationaler und hiesiger Künstlerinnen und Künstler sowie wichtigen Vernetzungen mit anderen Projekten im In- und Ausland. Ich wünsche der OSTRALE und der Stadt Dresden, dass ihre gemeinsame inspirierende Geschichte auch künftig fortgesetzt werden kann.“
Die OSTRALE zeigt noch bis zum 25. September 2016 Werke von Künstlerinnen und Künstlern verschiedenster Nationalitäten.

Dr. Stange: „In diesem Jahr steht die Ausstellung unter dem Titel ,error: X‘. Ein Mittel, Fehler besser zu erkennen – was der erste Schritt zu ihrer Überwindung sein kann – ist die Kunst. Gerade weil sie in Bildern und Gleichnissen zu uns spricht, weil sie nicht versimpelt, aber verdeutlicht, weil sie komplex ist und ein nicht abgeschlossener Vorgang, kann gute Kunst die Betrachterinnen und Betrachter zu Betroffenen, zu Beteiligten, zu Nachdenkenden und Handelnden machen. Aber auch wenn man weiß, dass auf weltpolitischer wie europäischer, auf sächsischer wie persönlicher Ebene Gewalt und Aggression nicht weiterbringen, dass es um Werte wie Anstand und Sachlichkeit, um Achtsamkeit und Zuhörenkönnen gehen sollte, sind Fehler selten ungeschehen zu machen. Die Realität bietet fast nie die Taste ‚Neustart‘ und einfache Lösungen gibt es selten. Wer das der Öffentlichkeit weismachen will – seien es zum Beispiel um die Reinheit sogenannter abendländischer Kultur besorgte sächsische Bürger, seien es die Populisten aller Länder, die sich in Hass und Verachtung für alles Fremde scheinbar wundersam vereinigen – macht entweder sich oder anderen etwas vor und vermehrt die Zahl der ,schwerwiegenden Fehler‘ nur noch weiter.“


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  • Die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst und Schirmherrin der OSTRALE 2016, Dr. Eva-Maria Stange (Mitte) im Gespräch mit Andrea Hilger (Vorsitzende des OSTRALE e.V. und künstlerische Leiterin, links) und Detlef Schweiger (2. Vorsitzender OSTRALE e.V., rechts) vor Werken der Serie „Mimikry Magnum“ der Künstlerin Verena Rempel in den historischen Futterställen des einstigen „Erlwein’schen Schlachthofes“ in Dresden. Foto: blaurock markenkommunikation

  • Die sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst und Schirmherrin der OSTRALE 2016, Dr. Eva-Maria Stange (Mitte) im Gespräch mit Andrea Hilger (Vorsitzende des OSTRALE e.V. und künstlerische Leiterin, links) und Detlef Schweiger (2. Vorsitzender OSTRALE e.V., rechts) vor Werken der Serie „Mimikry Magnum“ der Künstlerin Verena Rempel in den historischen Futterställen des einstigen „Erlwein’schen Schlachthofes“ in Dresden. Foto: blaurock markenkommunikation


14.08.2016

Halbzeitbilanz „OSTRALE’O16 error: x“

10. Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE noch bis 25. September // Bereits knapp 10.000 Besucher // Zur Identität von Menschen und neuen Räumen

Sie stärkt die Internationalität und Weltoffenheit in einer Stadt, die seit Monaten von einer Minderheit schlagzeilenträchtig als Bühne für gegenteilige Positionen genutzt wird. Und sie präsentiert eine Vielzahl zeitgenössischer künstlerischer Positionen aller Genres in einer Kulturstadt, deren Ruhm sich zumeist auf historischen Schätzen gründet: Die „10. Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE´O16“ vereint noch bis zum 25. September Werke junger, noch unbekannter Künstler mit denen von bereits etablierten Vertretern sämtlicher künstlerischer Genres aus aller Welt in Dresden. Künstler aus 70 Nationen hatten sich beworben, gezeigt werden schließlich auf über 20.000 qm Ausstellungsfläche über 1.000 kuratierte Werke von etwa 200 Kunstschaffenden aus 42 Nationen. Darunter sind auch zahlreiche künstlerische Positionen aus der europäischen Kulturhauptstadt Wrocław, um deren Status sich derzeit auch Dresden bewirbt.

Eine ebenfalls von den Ostrale-Machern organsierte Ausstellung von 64 künstlerischen Positionen aus Dresden in der Kulturbrauerei der Partnerstadt Wrocław haben in den letzten Wochen (13.05.-31.07.) beachtliche 17.000 Besucher gesehen. Im Gegenzug werden in Dresden derzeit unter anderem Arbeiten aus der Kunst- und Designhochschule Wroclaws gezeigt. Zu sehen sind beispielsweise die großformatigen Kohlezeichnungen von Sebastian Łubiński, der im Kontext der israelischen Präsentation Natur und Zustandsveränderung von Materie, das Vordringen ins Unbekannte und die Koexistenz des Physischen und des Spirituellen hinterfragt und Betrachtungen visueller, philosophischer und physischer Aspekte kraftvoll auf Papier setzt. Auch greift die Ostrale, nach Angaben ihrer Macher immerhin die drittgrößte jährliche und temporäre Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Deutschland, eines der zentralen Themen der Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław 2016 auf: Sie stellt die Frage nach der Identität von Menschen und neuen Räumen angesichts der Flüchtlings- und Migrationsbewegungen in Vergangenheit und Gegenwart. Fast 10.000 Besucher haben die Dresdner Schau seit 1. Juli bereits besucht.

„Die „OSTRALE‘O16“ vereint dabei unter dem Motto ‚error: X‘ künstlerische Positionen aus aller Welt, die in individuellen, subtilen bis offensiv-entlarvenden Ausdrucksweisen historische und aktuelle Verwerfungen des Weltgeschehens reflektieren, ohne dabei auf augenzwinkernde und Hoffnung gebende Haltung zu verzichten; sie beschäftigt sich mit der Allgegenwärtigkeit von Fehlern im System und in Systemen.“, beschreibt die künstlerische Leiterin der Ostrale, Andrea Hilger.

"error: x" ist allerdings auch ein Fingerzeig auf den weiterhin gefährdeten Fortbestand der Ostrale selbst. Denn ihr Domizil wird weitere Ausstellungen ohne einen die Ostrale in ihrer Existenz bedrohenden Kraftakt nicht ermöglichen: Die denkmalgeschützten Futterställe des ehemaligen „Erlwein’schen Schlachthofes“ sind inzwischen so marode, dass es – nach immer lauteren Hilferufen seitens der Ostrale – nun auch von Seiten der Stadt als Eigentümerin der Liegenschaft erste späte und mündliche Signale gibt, das Nötigste gemeinsam zu sanieren. „Angesichts der für den Trägerverein Ostrale e.V. gewaltigen Aufgabe und der allseits knappen Mittel wäre aber auch, wenn das wirklich noch rechtzeitig kommt, nicht zu befürchten, dass die Futterställe durch übermäßige Sanierung ihren besonderen Charme verlieren würden.“, so Andrea Hilger. Die Ostrale zeigt noch bis 25. September Werke von Künstlern aus 42 Nationen in Dresden.

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OSTRALE / Büro
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Förderverein
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Zahlen / Fakten
20.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche
1.000 Werkpräsentationen
200 Künstler
OSTRALE beschäftigt alljährlich bis zu 99 Arbeitskräfte in verschiedenen Arbeitsverhältnissen (Technik, Kasse, Auf- und Abbau, Organisation, Catering)
Bewerbungen von über 70 Nationen
Künstler aus 42 Nationen
Seit 2010 hat die OSTRALE Kunst in 12 europäischen Städten gezeigt.

Öffnungszeiten
Montag: Ruhetag
Dienstag bis Donnerstag: 10 bis 20 Uhr
Freitag bis Sonntag: 11 bis 20 Uhr

Offene Führungen
Samstag und Sonntag: 14 und 17 Uhr

Eintrittspreise
Vollzahler: 14 Euro / Eröffnungsspecial 1. Juli: 7 Euro
Ermäßigt: 9 Euro
Familienticket / 5-Tage-Ticket: 30 Euro
Familienticket ermäßigt / 5-Tage-Ticket: 25 Euro
Führungen p. P.: 5 Euro

Anfahrt:
ÖPNV: Straßenbahn Linie 10 bis Haltestelle "Messe Dresden"
PKW: Dresden, Messering 8, Parkplatz P2


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07.08.2016

OSTRALE-Programm und Highlight August: Trommeln mit N.U. Unruh

Dresden: Drummer von „Einstürzende Neubauten“ lädt zum Mittrommeln ein

Die internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE´O16 bietet bis September Kunsterlebnisse in sämtlichen künstlerischen Genres. Inmitten der atmosphärischen Ausstellung von Fotografie, Malerei, Skulptur, Performance und Installation findet am Abend des 13. August im Rahmen des Sparkassen-Familienwochenendes auf der OSTRALE ein besonderes, in diesem Fall musikalisches Highlight statt: N.U. Unruh, Gründer und Schlagzeuger der Band Einstürzende Neubauten, lädt zum Mitmachen in einer Trommelinstallation. Die konzertante Aktion findet statt am Samstag, 13. August ab 20.00 Uhr bis ca. 23.00 Uhr.

N.U. Unruh gründete 1980 mit Blixa Bargeld, Gudrun Gut und Beate Bartel die Band Einstürzende Neubauten. Unruh spielt in dieser Gruppe für gewöhnlich auf selbstgebauten Perkussionsinstrumenten und Trommeln. Für die OSTRALE´O16 bringt N.U. Unruh zahlreiche Trommeln mit nach Dresden, die er im Rahmen eines „akustischen und körperlichen Gemeinschaftserlebnisses“ auch mit Besuchern ohne besondere Vorkenntnisse bespielen will. Die rhythmische Orientierung kommt dabei natürlich vom Meister selbst. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 begrenzt. Karten sind ab sofort im Vorverkauf bei der OSTRALE erhältlich.

Beating the Drum wird gesponsert von Vier Vogel Pils.

http://www.ostrale.de/event/7951/
https://www.facebook.com/events/1112188832184967/
http://www.beating-the-drum.net
https://www.facebook.com/vollhopfigfrischperlend

Mit „Massa Mobil – Wandel!“ bietet die OSTRALE im Rahmen des Sparkassen-Familienwochenendes auch am Sonntag, 14. August Spannendes: „Eine performative Einladung zu einem partizipativen Wandelgang auf dem Gelände und in den Räumen der OSTRALE ́O16.“

Kartenvorverkauf, Anmeldung und Reservierung
http://beating_the_drum.eventbrite.de

Preise
Trommelplätze: limitiert auf 100 Karten: 20 Euro, ermäßigt 15 Euro, (gültig ab 20 Uhr, berechtigt nicht zum Besuch der OSTRALE-Ausstellung)

OSTRALE-Ausstellung (Futterställe) und Besuch Konzert Beating the Drum
21 Euro, ermäßigt 14 Euro, mit Vorlage einer SparkassenCard 16 Euro, ermäßigt 12 Euro (gültig ab 11 Uhr, inklusive Besuch der OSTRALE-Ausstellung)

Besuch Beating the Drum
7 Euro, ermäßigt 5 Euro (ab 20 Uhr, ohne Ausstellung)

Familienwochenende
Die Ostsächsische Sparkasse Dresden und die OSTRALE verbindet eine langjährige Partnerschaft, die Wirtschaft und zeitgenössische Kunst konstruktiv verbindet. Diese Partnerschaft wird auch im Jubiläumsjahrgang fortgesetzt. Das regionale Finanzinstitut lädt zu einem Sparkassen-Familienwochenende am 13. und 14. August auf der OSTRALE ein: Gegen Vorlage einer SparkassenCard erhalten Besucher eine Sonderermäßigung (9 Euro regulär / 7 Euro ermäßigt).

Aktuelles Futterställe-Retter-Statement
Durch die OSTRALE geht seit 10 Jahren eine starke Botschaft von Dresden aus: Mit zeitgenössischer Kunst sind Köpfe und Herzen in aller Welt zu erreichen. Es lohnt sich, diese Sprachfähigkeit zu erhalten, denn die Möglichkeit des künstlerischen Ideenaustauschs hat die Stadt über Jahrhunderte eigentlich zu dem gemacht, was sie heute auszeichnet. Die Erlweinschen Futterställe liefern den dafür notwendigen genius loci wie kein anderer Ort.
Dr. L. Sebastian Meyer-Stork
Geschäftsführender Gesellschafter steelconcept GmbH, Chemnitz
Vorstandssprecher FORUM TIBERIUS – Internationales Forum für Kultur und Wirtschaft e. V., Dresden

Auf einen Blick
Zum 10. Mal präsentiert die OSTRALE internationale zeitgenössische Kunst vom 1. Juli bis 25. September im Dresdner Ostragehege in den verfallenden Futter- und Kleinviehställen des ehemaligen Erlwein-Schlachthofensembles und der Messe HALLE 4 der MESSE DRESDEN. Zeitversetzt ist die OSTRALE vom 13. Mai bis 31. Juli mit 64 Dresdner Künstlern und Künstlergruppen zu Gast bei der europäischen Kulturhauptstadt in Wrocław an einem ebenfalls industrie-historischen Ort, der „Browar Mieszczański Wrocław“, die wie die Futterställe in Dresden ein Kunsterlebnis ermöglicht.

Öffnungszeiten
Montag: Ruhetag
Dienstag bis Donnerstag: 10 bis 20 Uhr
Freitag bis Sonntag: 11 bis 20 Uhr

Offene Führungen
Samstag und Sonntag: 14 und 17 Uhr

Eintrittspreise
Vollzahler: 14 Euro
Ermäßigt: 9 Euro
Familienticket / 5-Tage-Ticket: 30 Euro
Familienticket ermäßigt / 5-Tage-Ticket: 25 Euro
Führungen p. P.: 5 Euro

Anfahrt
ÖPNV: Straßenbahn Linie 10 bis Haltestelle "Messe Dresden"
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31.07.2016

Identität vor dem Hintergrund von Migration

Kunst aus der europäischen Kulturhauptstadt Wrocław jetzt in Dresden - über 17.000 sehen Dresdner Künstler in Wrocław

Seit Mitte Mai hat sich die zeitgenössische Kunstszene des Kulturhauptstadt-Bewerbers Dresden in der derzeitigen europäischen Kulturhauptstadt Wrocław präsentiert. Beeindruckende 64 Künstler und Künstlergruppen konnten Dresden dabei vertreten. Die Positionen waren von den Kuratoren Sybille Nütt, Detlef Schweiger, Andrea Hilger, Antka Hofmann gemeinsam mit der polnischen Kulturmanagerin Anna Kudarewska (Wrocław) unter dem Thema „Identität vor dem Hintergrund von Migration“ ausgewählt worden. Die Ausstellung in Wrocław endet heute Abend (Sonntag, 31. Juli), die Ostrale am 25. September. Bis dahin werden in Dresden unter anderem auch Werke aus Wrocław gezeigt.

Zahlreiche andere europäische Städte hatten vergeblich versucht, ihr zeitgenössisch-kulturelles Image in diesem Jahr mit einer Präsenz in Wrocław zu schärfen. Seit dem Beginn haben nach Angaben der Veranstalter mehr als 17.000 Gäste die Dresdner Präsentation besucht, darunter auch der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich mit dem Marschall von Niederschlesien, Cezary Przybylski und Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch. Die Ausstellung “OSTRALE weht ODER” in den Räumen der Kulturbrauerei war als Austauschprojekt angelegt, so dass seit bis Ende September künstlerische Positionen aus Wrocław auch im Rahmen der Dresdner Ostrale zu sehen sind.

Kunstszene Wrocławs in Dresden zu sehen
So präsentiert die diesjährige Ostrale unter anderem Arbeiten aus der Kunst- und Designhochschule Wroclaws. Zu sehen sind beispielsweise die großformatigen Kohlezeichnungen von Sebastian Łubiński, der in Dresden im Kontext der israelischen Präsentation Natur und Zustandsveränderung von Materie, das Vordringen ins Unbekannte und die Koexistenz des Physischen und des Spirituellen hinterfragt und Betrachtungen visueller, philosophischer und physischer Aspekte kraftvoll auf Papier setzt.

Identität von Menschen und Räumen
Auch die 10. Internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst Ostrale selbst, immerhin die drittgrößte jährliche und temporäre Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Deutschland, greift eines der zentralen Themen der Europäischen Kulturhauptstadt Wrocław 2016 auf: die Frage nach der Identität von Menschen und neuen Räumen, die Flüchtlings- und Migrationsbewegungen in Vergangenheit und Gegenwart in der Region Niederschlesien als auch Sachsen, insbesondere Wroclaw und Dresden.

OSTRALE: international vernetzt
Der interkulturelle Austausch gehört traditionell zu den wichtigsten Aspekten der Ostrale, sei es durch das Projekt „Out of OSTRALE“, die open Hub Kooperationen oder durch das Artist-in-Residence-Programm, das Künstlern der Ostrale die Möglichkeit gibt, direkt vor Ort künstlerisch zu arbeiten und auf internationalem Boden miteinander zu kooperieren.

Anfang Juli startete auch das neue Ostrale Projekt CIVIC MEDIA LAB in Dnepropetrowsk (Ukraine). Damit engagiert sich die Ostrale zusammen mit ihrem ukrainischen Partner Kultura Medialna unter der Förderung durch das Auswärtige Amt am internationalen Dialog. Für Multiplikatoren der Zivilgesellschaft aus Ländern der östlichen Partnerschaft bietet sich damit eine innovative gemeinschaftliche Plattform. Diese soll mittels künstlerisch-medialer Formate und unkonventioneller Methoden den internationalen Dialog und die Verständigung fördern und findet ihre Fortführung im August 2016 in Dresden auf der Ostrale. http://www.civicmedialab.eu

Die Ostrale zeigt noch bis 25. September Werke von Künstlern aus 42 Nationen in Dresden. www.ostrale.de

AUS DEM OSTRALE-PROGRAMM DER NÄCHSTEN WOCHEN:

13.08.: Einstürzende Neubauten-Drummer N.U. Unruh lädt zum Mittrommeln ein

Am Abend des 13. August findet im Rahmen des Sparkassen-Familienwochenendes ein besonderes, in diesem Fall musikalisches Highlight statt: N.U. Unruh, Gründer und Schlagzeuger der Band Einstürzende Neubauten, lädt zum Mitmachen in einer Trommelinstallation. Die konzertante Aktion findet statt am Samstag, 13. August ab 20.00 Uhr bis ca. 23.00 Uhr.

Kartenvorverkauf, Anmeldung und Reservierung:
http://beating_the_drum.eventbrite.de

Preise:
Trommelplätze: limitiert auf 100 Karten: 20 Euro, ermäßigt 15 Euro, (gültig ab 20 Uhr, berechtigt nicht zum Besuch der OSTRALE-Ausstellung), OSTRALE-Ausstellung (Futterställe) und Besuch Konzert Beating the Drum: 21 Euro, ermäßigt 14 Euro. mit Vorlage einer SparkassenCard 16, ermäßigt 12 Euro (gültig ab 11 Uhr, inklusive Besuch der OSTRALE-Ausstellung). Besuch Beating the Drum: 7 Euro, ermäßigt 5 Euro (ab 20 Uhr, ohne Ausstellung)„ Beating the Drum“ wird gesponsert von Vier Vogel Pils.

14.08.: „Massa Mobil – Wandel!“ - eine performative Einladung zu einem partizipativen Wandelgang auf dem Gelände und in den Räumen der OSTRALE ́O16.
Die OSTRALE bietet im Rahmen des Sparkassen-Familienwochenendes auch am Sonntag, 14. August Spannendes: “Wo finde ich meinen Platz? Und darüber hinaus: Wie komme ich dorthin? „MASSA MOBIL – Wandel!“ spannt anhand von kleinen poetischen Interventionen ein für jedermann zugängliches, subtiles Netz in den öffentlichen Raum und verbindet Kunstschaffende und Publikum auf einfühlsame Weise, lässt Spielraum für Assoziationen, Interpretationen und vor allem Begegnungen entstehen.
Per „trial and error“, mit Lust am Scheitern und unverzagt manövriert es sich über das Ausstellungsgelände und macht Mut, stets einen Schritt weiter nach vorne zu denken.
Konzept & Choreographie: Wagner Moreira | Konzept & Dramaturgie: Thomas Schütt | Produktionsleitung: Helena M. Fernandino | Performance: Fernando Balsera, Elena Cencetti, Anne Dietrich, Helena Fernandino, Franziska Kusebauch, Lutz Langhammer, Wagner Moreira, Pelle Tillo, Thomas Schütt, u.a.

20.-28.08.: COSMOTIC Laborphase der Initiative neue raeume;
Die Initiative „neue raeume;“ entwickelt ein digitales Spiel, welches nicht primär der Unterhaltung dient, sondern therapeutisch und gesundheitsfördernd bei seinen Spielern wirken wird. COSMOTIC erlaubt seinen Besuchern der OSTRALE eine ästhetische Erfahrung seiner Selbst und Anderer. Als künstlerisch gestalteter Kommunikationsraum ermöglicht COSMOTIC eine Veränderung des Körperbewusstseins in einer virtuellen Umgebung. Die Spieler werden mit Vitalwertdaten-Sensoren ausgestattet. Die interpretierten Vitalwerte werden zurück in das System gespeist und der Spieler mit diesen in Form von Bild, Grafik und Sound konfrontiert. Durch die Stimmen und Vitalwerte der Spieler wird die erzählerische Welt entstehen. Der Spieler erschafft also mit seinen ihm rückgekoppelten Vitalwerten seine audiovisuelle Umgebung und kann das Spiel durch seinen Puls und Atmung steuern. COSMOTIC hat zum Ziel, dass seine Besucher gelassener und achtsamer mit sich und seiner wirklichen Umgebung werden.
Workshop zum Thema Stereoskopie und Virtual Reality von Paul Schluttig im Rahmen der COSMOTIC Laborphase. http://neueraeume.xyz

WEITERE INFORMATIONEN / KONTAKT:

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07.07.2016

Programm und Highlight im August: Trommeln mit N.U. Unruh

Dresden: Drummer von „Einstürzende Neubauten“ lädt zum Mittrommeln ein

Die internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE´O16 bietet bis September Kunsterlebnisse in sämtlichen künstlerischen Genres. Inmitten der atmosphärischen Ausstellung von Fotografie, Malerei, Skulptur, Performance und Installation findet am Abend des 13. August im Rahmen des Sparkassen-Familienwochenendes auf der OSTRALE ein besonderes, in diesem Fall musikalisches Highlight statt: N.U. Unruh, Gründer und Schlagzeuger der Band Einstürzende Neubauten, lädt zum Mitmachen in einer Trommelinstallation. Die konzertante Aktion findet statt am Samstag, 13. August ab 20.00 Uhr bis ca. 23.00 Uhr.

N.U. Unruh gründete 1980 mit Blixa Bargeld, Gudrun Gut und Beate Bartel die Band Einstürzende Neubauten. Unruh spielt in dieser Gruppe für gewöhnlich auf selbstgebauten Perkussionsinstrumenten und Trommeln. Für die OSTRALE´O16 bringt N.U. Unruh zahlreiche Trommeln mit nach Dresden, die er im Rahmen eines „akustischen und körperlichen Gemeinschaftserlebnises“ auch mit Besuchern ohne besondere Vorkenntnisse bespielen will. Die rhythmische Orientierung kommt dabei natürlich vom Meister selbst. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 begrenzt. Karten sind ab sofort im Vorverkauf bei der OSTRALE erhältlich.

Beating the Drum wird gesponsert von Vier Vogel Pils.

http://www.ostrale.de/event/7951/
https://www.facebook.com/events/1112188832184967/
http://www.beating-the-drum.net
https://www.facebook.com/vollhopfigfrischperlend

Mit „Massa Mobil – Wandel!“ bietet die OSTRALE im Rahmen des Sparkassen-Familienwochenendes auch am Sonntag, 14. August Spannendes: „Eine performative Einladung zu einem partizipativen Wandelgang auf dem Gelände und in den Räumen der OSTRALE ́O16.“

Kartenvorverkauf, Anmeldung und Reservierung
http://beating_the_drum.eventbrite.de

Preise
Trommelplätze:
limitiert auf 100 Karten: 20 Euro, ermäßigt 15 Euro
(gültig ab 20 Uhr, berechtigt nicht zum Besuch der OSTRALE-Ausstellung)

OSTRALE-Ausstellung (Futterställe) und Besuch Konzert Beating the Drum:
21 Euro, ermäßigt 14 Euro
mit Vorlage einer SparkassenCard 16, ermäßigt 12 Euro
(gültig ab 11 Uhr, inklusive Besuch der OSTRALE-Ausstellung)

Besuch Beating the Drum:
7 Euro, ermäßigt 5 Euro (ab 20 Uhr, ohne Ausstellung)


Familienwochenende
Die Ostsächsische Sparkasse Dresden und die OSTRALE verbindet eine langjährige Partnerschaft, die Wirtschaft und zeitgenössische Kunst konstruktiv verbindet. Diese Partnerschaft wird auch im Jubiläumsjahrgang fortgesetzt. Das regionale Finanzinstitut lädt zu einem Sparkassen-Familienwochenende am 13. und 14. August auf der OSTRALE ein: Gegen Vorlage einer SparkassenCard erhalten Besucher eine Sonderermäßigung (9 € regulär / 7 € ermäßigt).

Aktuelles Futterställe-Retter-Statement
"Durch die OSTRALE geht seit 10 Jahren eine starke Botschaft von Dresden aus: Mit zeitgenössischer Kunst sind Köpfe und Herzen in aller Welt zu erreichen. Es lohnt sich, diese Sprachfähigkeit zu erhalten, denn die Möglichkeit des künstlerischen Ideenaustauschs hat die Stadt über Jahrhunderte eigentlich zu dem gemacht, was sie heute auszeichnet. Die Erlweinschen Futterställe liefern den dafür notwendigen genius loci wie kein anderer Ort."

Dr. L. Sebastian Meyer-Stork
Geschäftsführender Gesellschafter steelconcept GmbH, Chemnitz
Vorstandssprecher FORUM TIBERIUS – Internationales Forum für Kultur und Wirtschaft e. V., Dresden

Auf einen Blick
Zum 10. Mal präsentiert die OSTRALE internationale zeitgenössische Kunst vom 1. Juli bis 25. September im Dresdner Ostragehege in den verfallenden Futter- und Kleinviehställen des ehemaligen Erlwein-Schlachthofensembles und der Messe HALLE 4 der MESSE DRESDEN. Zeitversetzt ist die OSTRALE vom 13. Mai bis 31. Juli mit 64 Dresdner Künstlern und Künstlergruppen zu Gast bei der europäischen Kulturhauptstadt in Wrocław an einem ebenfalls industrie-historischen Ort, der „Browar Mieszczański Wrocław“, die wie die Futterställe in Dresden ein Kunsterlebnis ermöglicht.

Öffnungszeiten
Montag: Ruhetag
Dienstag bis Donnerstag: 10 bis 20 Uhr
Freitag bis Sonntag: 11 bis 20 Uhr
Offene Führungen: Samstag und Sonntag 14 und 17 Uhr

Eintrittspreise OSTRALE
Vollzahler: 14 Euro
Ermäßigt: 9 Euro
Familienticket / 5-Tage-Ticket: 30 Euro
Familienticket ermäßigt / 5-Tage-Ticket: 25 Euro
Führungen p. P.: 5 Euro

Anfahrt
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Kontakt
Web:http://www.ostrale.de
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29.06.2016

10 Jahre OSTRALE´O16 // 10 Jahre Internationalität

Ab Juli zum letzten Mal in Dresden? - „error: x“ 1.7. bis 25.9.2016

Die internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE´O16 vereint ab 1. Juli zum zehnten Mal auf über 20.000 qm Ausstellungsfläche junge, noch nicht etablierte Künstler mit international bereits anerkannten Vertretern sämtlicher künstlerischer Genres. Dabei sind in diesem Jahr nicht nur über 200 Künstler in Dresden vertreten, sondern auch Flüchtlinge integriert. Künstler aus 70 Nationen hatten sich beworben, gezeigt werden schließlich über 1.000 kuratierte Werke von etwa 200 Künstlern aus 42 Nationen.

Unter dem Thema "error" vereint die OSTRALE‘O16 künstlerische Positionen, die in individuellen subtilen bis offensiv-entlarvenden Ausdrucksweisen historische und aktuelle Verwerfungen des Weltgeschehens reflektieren, ohne dabei auf augenzwinkernde und Hoffnung gebende Haltung zu verzichten. "error: x" ist allerdings auch ein Fingerzeig auf den aktuell gefährdeten Fortbestand der OSTRALE selbst. Denn die zehnte OSTRALE wird vermutlich die letzte sein, die in den atmosphärischen, verfallenden Futterställen im Dresdner Ostragehege stattfinden kann. Die Kulturverwaltung der Stadt Dresden unterstützt die OSTRALE in dankenswerter Weise. Als Eigentümerin der denkmalgeschützten Liegenschaft hat die Stadt jedoch trotz intensiver Bemühungen der OSTRALE-Macher bislang keine Lösung angeboten, die einen Verbleib der einzigen großen und internationalen zeitgenössischen Kunstausstellung in den Futterställen oder in der Landeshauptstadt überhaupt ermöglichen würde.

Künstlerischer Ansatz: das Motto "error: x"
Die OSTRALE´O16 error: x“ (10. Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste in Dresden) steht in Kooperation mit der 5. Mediations Biennale Poznań Fundamental (01.10. bis 31.10.2016) und dem Kunstprojekt »Urban Touch« (Kunsthalle Faust in Hannover). Die Beteiligten wollen grenzüberschreitend referieren und „hoffentlich ein Bewusstsein und eine Diskussion verbreiten, die Menschen ermutigt, ihre Würde neu zu definieren.“ Namentlich beteiligte Kuratoren sind: Tomas Wendland (PL), Harro Schmidt (DE), Drorit Gur Arie (IL), Risa Takita (JP), Syowia Kyambi (KE) und Katarzyna Kucharska(PL).

„Seit der Künstler Peter Puype schrieb: ‚Democracy for the West, Violence for the rest‘/‘Demokratie für den Westen, Gewalt für den Rest‘, fragen wir nach Alternativen der Art und Weise unseres Daseins, aber solange wir glücklich sind, vergessen wir die Konsequenzen über unseren Konsum und unser TUN. Wir alle wissen, dass diesem System ein Fehler vorliegt – error: x.“ beschreibt OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger den künstlerischen Ansatz, dem die Kuratoren bei der Auswahl der Werke für die Dresdner Schau gefolgt sind. Leerräume und Grauzonen sowie die x-beliebigen Antworten hinter dem Doppelpunkt sollen in ihrem zehnjährigen Bestehen einer „Fehler“-Analyse unterzogen werden. Dabei lenkt die Schau den Blick auf zeitgenössische Kunst aus nichtwestlichen Ländern und Afrika. Es geht um eine aktive Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Kulturen sowie der laut werdenden globalen Frage: “Between us_SPACES”, wohin gehen wir?“.

Zudem wird in der kooperativen Zusammenarbeit zwischen deutschen, tschechischen und polnischen Künstlern, Kuratoren, Bürgern, Asylsuchenden und Referenten in diesem Jahr unter dem Titel „Reconstructions of the Memory / Die Rekonstruktion der Erinnerung“ untersucht, inwiefern Erinnerung unsere Wahrnehmung der Gegenwart und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, wie Zuwanderung von Flüchtlingen bestimmt. Hier sollen gemeinsam neue Räume geschaffen, das Verständnis füreinander gestärkt sowie kreative Lösungsansätze gefunden werden. Ein „Laborraum“ ergänzt die offene Situation, auf der Projekte in Entwicklung mitgestaltet und nachvollzogen werden können. Die Ergebnisse werden für die im Oktober stattfindende 5. Mediationsbiennale in Poznań ausgewählt.

Mit “OSTRALE weht ODER” wurde darüber hinaus bereits ein Austauschprojekt mit Dresdens Partnerstadt und der diesjährigen Europäischen Kulturhauptstadt Wroclaw realisiert, das bereits begonnen hat und zeitweise parallel an beiden Orten zu sehen ist. 64 Dresdner Künstler stellen seit 13.05. bis 31.07.2016 in den Räumen der Kulturbrauerei (Browar Mieszczański Wrocław), aus, während künstlerische Positionen von dort auf der OSTRALE zu sehen sein werden. Federführend sind hier unter dem Management von Thomas Dumke die Kuratoren Sybille Nütt & Detlef Schweiger, Andrea Hilger und Antka Hofmann neben Anna Kudarewska. Bis heute haben mehr als 5.000 Gäste die Ausstellung aufgesucht. Anlässlich des Sächsisch-Niederschlesischen Treffens der Kreativschaffenden in Breslau besuchte auch der Sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich mit dem Marschall von Niederschlesien, Cezary Przybylski, die „OSTRALE weht Oder“ Ausstellung.

Zum 4. Juli 2016 startet das neue OSTRALE Projekt CIVIC MEDIA LAB in Dnepropetrowsk (Ukraine). Damit engagiert sich die OSTRALE zusammen mit ihrem ukrainischen Partner Kultura Medialna unter der Förderung durch das Auswärtige Amt am internationalen Dialog. Für Multiplikatoren der Zivilgesellschaft aus Ländern der östlichen Partnerschaft bietet sich damit eine innovative gemeinschaftliche Plattform. Diese soll mittels künstlerisch-medialer Formate und unkonventioneller Methoden den internationalen Dialog und die Verständigung fördern und findet ihre Fortführung im August 2016 während der OSTRALE´O16. http://www.civicmedialab.eu Projektleitung & Ansprechpartner: Thomas Dumke

Künstler/Künstlerinnen
Zu den 200 teilnehmenden Künstlern gehört auch Michael Bachhofer vom ArtScience and Society Lab

Bachhofer, Kolodziejczyk, Wratschko aus Österreich. Deren Installation "Informa" fragt nach Strategien im Umgang mit medialer Berichterstattung. Sie besteht aus einer großen Anzahl von im Raum verteilten Radios. Diese überschwemmen die Besucher/-innen mit einer Vielzahl an internationalen Nachrichtenmeldungen über einen weltpolitischen Konflikt (hier: Ukraine). Im Raum positionierte „Soundduschen“ ermöglichen es, der permanenten akustischen Überforderung zu entgehen und ungestört persönliche Erlebnisberichte Betroffener zu hören, die subjektiv und persönlich von demselben Konflikt erzählen. Die Installation zeigt: Einerseits überfluten uns die Massenmedien mit wiederkehrenden Wellen zahlloser widersprüchlicher offizieller Informationen und machen es uns schwer, ein klares Bild der Welt zu bekommen. Demgegenüber steht eine Vielzahl heterogener Einzelmeinungen. Die Frage nach der Objektivität von Nachrichten ist Thema der Installation.

Zusammen mit der in Dresden ansässigen Tänzerin Nicole Meier wird die kenianische Künstlerin Syowia Kyambi während der OSTRALE’O16 Teil eines künstlerischen Vorganges an unterschiedlichen Orten. Die Fragen „Wie nehmen wir diesen Ort wahr?“ und „Wie nehmen wir einander wahr?“ sind die Grundlage für die gemeinsame künstlerische Suche nach einer Selbsteinschätzung und der Außenwahrnehmung und für die Beschäftigung damit, wie man wahrgenommen werden will.

In dem sehenswerten Beitrag von Christine Oppermann, Hannover, vollziehen Kunststoffkörper aus dem Bereich der Tierpräparation und Stofftiere gemeinsam scheinbar absurde Handlungen. Die bühnenartig inszenierten Installationen Oppermanns erinnern an skurriles Puppentheater. Häufig stehen „vermenschlichte“ Schafe dabei auch als Sprachrohr für existentielle Bedürfnisse und idealistisch-naive Visionen, an die zu glauben schwer fällt. Im Angesicht lang schwelender globaler Krisen nehmen die Tiere so zur aktuellen Situation und Lage der Nation Stellung.

Eine Auswahl der Bilder können Sie druckfähig hier per Dropbox downloaden.

Kunst im Öffentlichen Raum
Wie bereits in den Vorjahren fördert die Stiftung Kunst & Musik für Dresden die OSTRALE. Konkretermöglicht die Stiftung mit ihrer finanziellen Unterstützung die Installation „Suus-Balduusen – Treppenfür Dresden“, die im August im Öffentlichen Raum der Stadt aufgebaut wird (Antrag in Bearbeitung). Aufeiner ansteigenden Rampe stehen hintereinander zehn immer größer werdende Rahmen mitunterschiedlich weit geöffneten Türen. Das Kunstwerk versinnbildlicht die Entwicklung desKulturbetriebes im Allgemeinen und der OSTRALE in den vergangenen neun Jahren im Speziellen.Gleichzeitig verweist die Rampe auf die Bewerbung Dresdens als Kulturhauptstadt 2025. Die StiftungKunst & Musik für Dresden verhilft mit ihrer Förderung für das Vorhaben, einen wichtigenzeitgenössischen künstlerischen Impuls im öffentlichen Raum der Stadt Dresden zu setzen.

„Hilferuf“ – Bauliche Situation – Zukunft offen
Die denkmalgeschützten Futterställe des einstigen Stadtbaurates Hans Erlwein (erbaut 1906-1910), dieseit Anbeginn zum einzigartigen Flair der OSTRALE beigetragen haben, sind weiterhin dem Verfallpreisgegeben. Ihr maroder baulicher Zustand wird eine Öffnung für das Publikum schon 2017 nicht mehrerlauben. Noch befinden sich die Futterställe im Eigentum der Stadt Dresden und eine Sanierung ist nicht in Sicht.

„Zehn Jahre OSTRALE sind auch zehn Jahre, in denen wir mit einer attraktiven Zwischennutzunggeholfen haben, das Ostragehege zu beleben und interessant zu machen – und dabeidenkmalgeschützte Bausubstanz im Rahmen unserer Möglichkeiten zu bewahren. Die OSTRALE sollaktuell ein Finanzierungskonzept für Kauf und Sanierung der Futterställe vorlegen. Wir gehen nachunseren Vorgesprächen mit der Stadt von einem Bedarf von insgesamt ca. 4,5 bis 5 Millionen Euro aus.Diese kann die OSTRALE gar nicht aufbringen, was der Stadt bekannt ist. Dem Vernehmen nach laufenim Hintergrund bereits Gespräche über einen Verkauf an Dritte, über die wir trotz wiederholterNachfragen und Bitten um eine Lösung gar nicht informiert wurden. Dass die OSTRALE einemarktübliche Miete an einen potentiellen Dritten aufbringen könnte, der mit einer Sanierung der Ställeauch kommerzielle Interessen verfolgen würde, ist nicht realistisch. Damit bleibt uns eigentlich nur, nach der diesjährigen zehnten OSTRALE einen neuen Standort zu suchen. Mit ihrer Haltung, die letztlichbedeutet, dass eine künftige Nutzung der Futterställe für die OSTRALE nicht möglich ist, nimmt die Stadt den Verlust ihrer in dieser Größenordnung einzigen etablierten Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Dresden in Kauf. Inwieweit das die Bewerbung Dresdens um die Europäische Kulturhauptstadt 2025noch glaubwürdig erscheinen lässt, sei dahingestellt. Gerade in den heutigen ‚besorgten‘ Zeiten wäre esdoch wichtig, dass auch internationale und zukunftsgerichtete Signale von Dresden ausgehen.“ , so die OSTRALE-Direktorin Andrea Hilger.

24.06.2016

Von Künstlern lernen

Bildungsprogramm für eine bessere Wirtschaft und Gesellschaft

Die OSTRALE freut sich, die Partnerschaft mit Age of Artists bekannt zu geben, um in diesem Jahr erstmals Seminarangebote für Professionals in Wirtschaft, Wissenschaft und Wirtschaft anbieten zu können. Die Seminare werden von renommierten Dozenten geleitet.

Age of Artists ist ein gemeinnütziges Beratungs-, Ausbildungs- und Forschungsunternehmen. Es unterstützt Organisationen und Personen darin, die Voraussetzungen für künstlerisches Denken und Handeln zu schaffen, damit sie neue Formen des Wirtschaftens entwickelnkönnen: innovativer, nachhaltiger und verantwortungsvoller.

Die Seminare richten sich an Unternehmer und Experten in Wirtschaft, Forscher und Verwaltungsexperten als Gestalter ihrer Arbeitswelten. Die Angebote unterstützen diese dabei, sich schöpferische Fähigkeiten anzueignen und künstlerische Methoden zu erlernen. Sie schärfen Wahrnehmung und Urteilsvermögen und trainieren kreative Problemlösungen. Die Seminare widmen sich bestimmten Kunstgenres oder Abschnitten eines Schaffensprozesses und ermöglichen so jeweils spezifische Erfahrungsräume. Die OSTRALE ist Veranstaltungsort, Thema und inspirierende Bühne für alle Seminare.

Im Rahmen der diesjährigen OSTRALE werden drei mehrtägige, teilweise kostenpflichtige Seminareangeboten:

Aus Fehlern lernen.
Liegen „Menschlichkeit, Herz und Größe“ im Fehler, fragt die diesjährige Ostrale unter dem Motto „error: X“. Unter der Leitung der Künstlerin Laura Kuch lernen Sie, Fehler als Orientierung zu unerwarteten Lösungsideen zu nutzen. Sie übt mit Ihnen den effektiven und kreativen Umgang mit Irrtum und Scheitern und, wie Sie diese für Ihre beruflichen und persönlichen Anforderungen einsetzen können, in Richtung Innovation.

Krise als Voraussetzung für Inspiration.
Wer in eine Krise gerät, kann resignieren – oder zur Höchstform auflaufen. Es gilt, die Spannungen zwischen dem, was möglich ist, und dem, was wir uns vorstellen können und wollen, produktiv zu nutzen. Wer hier in der Lage ist, Ideen zu entwickeln, nutzt die Krise als Chance, als Herausforderung und als Motor für Inspiration. Die Schauspieler und Ausbilder für soziale Kunst Beata Nagy und Hans-Ulrich Ender sowie die Gründerin der Projektfabrik Sandra Schürmann nutzen die Kraft des Schauspiels, um eine Krise erst absichtsvoll zu generieren und dann zu überwinden. Ziel ist die Einsicht in Technik und Strategien, wie Krisen Inspiration und Inspiration gesellschaftliches Gestalten bedingen.

Wirkungsvolle Geschichten in bewegten Bildern erzählen.
Autor und Darsteller der eigenen Geschichte sein. Den künstlerischen Prozess mit Hilfe des Mediums Film erleben und reflektieren. Video Storytelling Expertise und Sicherheit hinter und vor der Kamera aufbauen. Filmemacher Sebastian Linda und Filmeproduzent und Professor der FH Köln Alexander Loskant helfen Ihnen dabei, sowohl technische als auch kreative Kompetenzen zu entwickeln.

Weitere Informationen zu den Seminaren, Preisen, Daten und zu Age of Artists finden Sie unter: www.ageofartists.org/ostrale.


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21.06.2016

Dome LAB Schülercamp auf der OSTRALE

Jetzt für die Sommerferien anmelden

In Kooperation mit der spectra NEO gUG findet in diesem Jahr das Dome LAB Schülercamp auf dem Gelände der OSTRALE statt. Eine riesige Kuppel lädt dort sächsische Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse ein, ihre Ideen auf einer rund 200 Quadratmeter großen Projektionsfläche zu verwirklichen.

Das Dome LAB bietet Raum und technische Ausstattung, um gemeinsam eine interaktive Performancemit Kuppelprojektion zu entwickeln und öffentlich aufzuführen. Die Medienkünstler und SounddesignerMarko Ritter, Hartmut Dorschner und Jacob Korn sowie die Tänzerin Josefine Wosahlo stehen denSchülerinnen und Schülern beim Entstehungsprozess mit Rat und Tat zur Seite.

Mit dem Dome LAB Kreativ-Coaching und sozialpädagogischer Begleitung richtet sich das Dome LABSchülercamp insbesondere auch an weniger leistungsstarke Schülerinnen und Schüler.Das Projekt wird vorbehaltlich einer Förderung durch den Europäischen Sozialfonds durchgeführt und istfür die Teilnehmer/innen kostenlos.

Kurs 1: 25. - 30. Juli 2016
Kurs 2: 01. - 06. August 2016
Anmeldung und weitere Infos unter: info@domelab.de und www.domelab.de

Die 10. Internationale Ausstellung zeitgenössischer Künste OSTRALE´O16 vereint ab 1. Juli zum 10. Mal auf über 20.000 qm Ausstellungsfläche junge, noch nicht etablierte Künstler mit international bereits anerkannten Vertretern sämtlicher künstlerischer Genres. Dabei sind in diesem Jahr nicht nur über 200 Künstler in Dresden vertreten, sondern auch Flüchtlinge integriert. Künstler aus 70 Nationen hatten sich beworben, gezeigt werden schließlich über 1.000 kuratierte Werke von etwa 200 Künstlern aus gut 40 Nationen.


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