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12.10.2016

Tag der offenen Tür in Dresden

Bundesweiter „Tag des weißen Stockes“ 15.10.2016

(Dresden, 12.10.) Die Kreisorganisation Dresden im Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen (BSVS) lädt für kommenden Samstag, 15. Oktober in die Begegnungsstätte auf der Strehlener Straße 24 ein. Anlass ist der bundesweite „Tag des weißen Stockes“, Ziel des Tages der offenen Tür ist die Information und Beratung zu allen Problemen und Möglichkeiten rund um Blindheit und Sehbehinderung.

Am Samstag von 10 bis 16 Uhr bietet der Verband wertvolle Informationen und Kontakte für Interessierte, Betroffene und Menschen, die von Blindheit oder Sehbehinderung bedroht sind. Die Besucher können sich beim Tag der offenen Tür über typische Probleme und sinnvolle Hilfsmittel für den Alltag informieren und Wertvolles über Möglichkeiten der Orientierung und Mobilität erfahren. Zum Beispiel wird auch erklärt, welche Hilfestellungen Blindenschrift, Fußgängerampeln oder die Audiodeskription (Tonbeschreibung) von Filmen bieten.

„Menschen, die mit der Perspektive Blindheit oder Sehbehinderung konfrontiert sind, bewegen viele Ängste und Fragen.“, weiß Dr. Jan Blüher, stellvertretender Vorsitzender der Kreisorganisation Dresden, aus eigener Erfahrung. „Wie eigenständig kann ich als Blinder noch leben, wie nehme ich meine Umwelt wahr, wie orientiere ich mich darin? Und wie hilft mir eigentlich das Klackern des Ampelmastes dabei? Diese und viele andere Fragen können wir am Samstag in persönlichen Gesprächen beantworten.“ Ebenso stellt der Verband seine Arbeit vor und bietet wertvolle Kontakte an, die für Blinde und Sehbehinderte unverzichtbar sind.

Der Tag der offenen Tür der Kreisorganisation Dresden im Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen e.V. findet statt am Samstag, 15.10.2016, von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr in den Geschäftsräumen in der Strehlener Straße 24, 01069 Dresden.

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband DBSV
Der DBSV ist der Dachverband der Selbsthilfevereine des Blinden- und Sehbehindertenwesens mit Sitz in Berlin. Seine Ursprünge gehen auf den 1912 gegründeten Reichsdeutschen Blindenverband zurück. Heute bündelt und koordiniert er das bundesweite Handeln und Auftreten von 20 selbstständigen Landesvereinen der blinden und sehbehinderten Menschen in Gremien, Fachausschüssen und Projekten. 35 weitere Fachorganisationen und Einrichtungen aus dem Blinden- und Sehbehindertenwesen mit rund 10.000 Mitgliedern arbeiten als "Korporative Mitglieder" über ihre Vertreter in seinen Gremien mit Sitz und Stimme aktiv mit. Darüber hinaus hält der DBSV Beteiligungen an gemeinnützigen Gesellschaften im Blinden- und Sehbehindertenbereich und wirkt gestaltend in 25 weiteren Organisationen wie dem Deutschen Behindertenrat, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen, der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe und dem Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband mit. Auf internationaler Ebene ist der DBSV aktives Mitglied in der Europäischen Blindenunion und in der Weltblindenunion. Zudem ist der DBSV Initiator der Blindenstiftung Deutschland, mit der er für eine auf Dauer angelegte Hilfe zugunsten blinder und sehbehinderter Menschen um Zustiftungen und Nachlässe bittet. Die Arbeit des DBSV wird koordiniert durch die Geschäftsstelle mit Sitz in Berlin.

Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen e.V. (BSVS)
Der BSVS ist mit 1300 Mitgliedern die größte Selbsthilfeorganisation für blinde und sehbehinderte Menschen in Sachsen und Mitglied im Dachverband DBSV. Er vertritt die Interessen blinder und sehbehinderter Menschen auf Landes- und kommunaler Ebene und bietet Beratung und Unterstützung für Mitglieder und alle Betroffenen an. Die Kreisorganisation Dresden ist eine Unterorganisation des BSVS für den Raum Dresden.

Blickpunkt Auge (BPA)
Blickpunkt Auge ist ein Angebot des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Sachsen und richtet sich an Augenpatienten, die von einer Einschränkung des Sehvermögens bedroht sind. In diesen Situationen benötigen die Betroffenen und ihre Angehörigen Hilfe und Unterstützung. BPA bietet dazu umfassende und kostenlose Beratungen an.

Der weiße Blindenstock ist ein Verkehrsschutzzeichen für Blinde und stark Sehbehinderte.

Weitere Informationen unter:
www.sehbehindertentag.de
www.dbsv.de
www.bsv-sachsen.de
www.kleiner-kalender.de
www.blickpunkt-auge.de

06.06.2016

Sehbehindertentag 2016 fordert: Mehr Sicherheit am Kugelhaus!

Blinden- und Sehbehindertenverband wünscht sich kontrastreiche Stufenmarkierungen.

Dresden (6.6.2016). Laut Zahlen der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es mehr als eine Million sehbehinderte Menschen in Deutschland. Um auf die Bedürfnisse dieser Menschen aufmerksam zu machen, hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) im Jahr 1998 einen eigenen Gedenktag eingeführt: den Sehbehindertentag. Der findet jährlich am 6. Juni zu einem bestimmten Thema statt, in diesem Jahr zum Thema "Kontraste". Denn diese helfen Blinden und Sehbehinderten bei der Orientierung. Aus Anlass des Sehbehindertentages 2016 werden in ganz Deutschland Treppenstufen kontrastreich markiert und damit sicherer gemacht, wo sie nicht den Vorschriften entsprechen. Die Kreisorganisation Dresden im Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen (BSVS) hat sich die Treppe am Kugelhaus kritisch angeguckt und herausgefunden, dass diese nicht den Vorschriften entspricht.

„Unsere Mitglieder haben uns immer wieder auf gerade diese Treppe hingewiesen, weil durch dasansteigende Gelände dort einzelne Stufen längs aus dem Boden auftauchen und dadurch eine besondereGefahrenquelle darstellen.“ sagt dazu Dr. Jan Blüher, stellvertretender Vorsitzender derKreisorganisation.

Treppen bergen ein hohes Gefahrenpotenzial. Deshalb sind visuell kontrastreiche Treppen für dieSicherheit aller Nutzenden hilfreich. Menschen mit Sehbehinderung sind besonders darauf angewiesen.Daher sind die Elemente der Treppen gut erkennbar auszuführen und gegebenenfalls zusätzlich zumarkieren, wie auch DIN-Vorschriften auflegen. Bei der Treppe rund um das Kugelhaus am Anfang derPrager Straße hat man mit zwei kurzen Streifen versucht, dem zu entsprechen. „Nach leidvoller Erfahrung vieler Sehbehinderter reicht das jedoch nicht aus, an nicht oder zu wenig markierten Treppen kommt es immer wieder zu Unfällen.", so Dr. Blüher.

Vor einigen Wochen hat der BSVS daher das Straßen- und Tiefbauamt Dresden darauf hingewiesen,dass die Markierungsstreifen nicht normgerecht, weil zu klein und zudem verblasst sind. „Tatsächlich hat das Amt erfreulich schnell reagiert und die verblassten Streifen erneuert. Wir halten das aber nicht für ausreichend, sondern wünschen uns die Markierung der gesamten Länge der Stufen um das Kugelhaus herum. Denn wenn man von oben darauf zugeht, verschwinden die Treppenstufen optisch, was vor allem für Sehbehinderte sehr gefährlich ist.“ , so Dr. Jan Blüher.Sylvia Müller, Behindertenbeauftragte der Stadt Dresden, weist darauf hin, dass die Betroffenen schonmehrere Jahre warten. Sie fordert: „Es ist an der Zeit, dass man hier die konkrete Lösung in der Planung des Doppelhaushaltes 2017/2018 einordnet.“

Bei einem Vor-Ort-Termin anlässlich des Sehbehindertentages hat Dr. Blüher heute (Montag, 6. Juni) mit Ulrike Meinhold, Koordinatorin von „Blickpunkt Auge“, dem Beratungsangebot für Augenpatienten undderen Angehörige, daher mit einer provisorischen Markierung eine mögliche Gestaltung der Markierungvorgestellt.


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22.12.2015

Blinde Dresdner machen Schweizer Printmedien „lesbar“

„eKiosk“ macht 60 Zeitungen und Zeitschriften in bis zu drei Sprachen mobil verfügbar

Die App-Entwickler der Dresdner Software-Schmiede visorApps haben einen neuen Coup gelandet. Sie haben eine App entwickelt, mit der der Bestand von ca. 60 Schweizer Zeitungen und Zeitschriften erstmals auch mobil für Blinde und Sehbehinderte lesbar ist. Auftraggeber ist der Schweizer Blinden- und Sehbehindertenverband, der sein Online-Angebot damit auf mobile Endgeräte erweitert hat. Erstmals hat visorApps dabei eine App sowohl für iPhones und iPads als auch für Android-Geräte programmiert. Bekannt geworden war der selbst blinde Gründer Dr. Jan Blüher mit seiner Eigenentwicklung der Farbscanner-App für das iPhone, dem „ColorVisor“.

Mit der neuen App „eKiosk“ lässt sich der wichtigste Teil des Zeitungs- und Zeitschriftenangebotes der Schweiz von Blinden und Sehbehinderten erstmals auch auf mobilen Endgeräten, also unterwegs, nutzen. Die Verlage hatten sich dazu bereit erklärt, so zur Inklusion Blinder und Sehbehinderter beizutragen.

Jürg Cathomas vom Schweizer Blinden- und Sehbehindertenverband war durch die App ColorVisor auf visorApps aufmerksam geworden und hatte Dr. Blüher bereits im Jahr 2014 eine existierende App zur Überarbeitung übergeben: „Da wir mit der Arbeit sehr zufrieden waren, haben wir visorApps auch für die Entwicklung der eKiosk-App angefragt. Der Vorteil, eine Android-Version und eine IOS-Version aus einer Hand zu erhalten, zusammen mit dem guten Preis/Leistungsverhältnis und der Termintreue der Dresdner haben uns bewogen, weiter mit visorApps zusammenzuarbeiten.“

Dr. Jan Blüher, Gründer und Inhaber von visorApps: „Ich freue mich, dass wir mit ‚eKiosk‘ erstmals eine Auftragsarbeit in iOS und Android programmieren konnten und dadurch einer noch größeren Nutzergruppe mobilen Zugang zu Informationen bieten können. Denn das ist es, was uns antreibt: Zugang zu schaffen und damit Barrieren zu senken.“

eKiosk für iPhone und iPad und eKiosk für Android bieten folgende Features:
> Zugang zu Schweizer Zeitungen und Zeitschriften für Blinde und Sehbehinderte
> Artikel können in Deutsch, Französisch und Italienisch vorgelesen werden
> Markierung favorisierter Zeitungen und Zeitschriften
> Laden einzelner Ausgaben zum offline Lesen
> Inhaltsverzeichnis für jede Ausgabe
> Anzeige einzelner Artikel einer Ausgabe


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